zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

22. November 2017 | 21:06 Uhr

Hamburger Straße : Ja zum Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Politik stimmt der Bebauung mit 24 Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern zu. Doch es gibt auch Kritik: Zu wenig Parkplätze und zu wenig Grün.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Auf der brach liegenden Wiese zwischen Hamburger Straße und Mühlenweg (L 75) soll ein neues Wohngebiet entstehen. Das haben die Barmstedter Stadtvertreter während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, indem sie dem Aufstellungsbeschluss zustimmten. Auf dem etwa 10.700 Quadratmeter großen Areal will ein privater Investor acht Einzel-, acht Doppel- und acht Reihenhäuser errichten.

„Wenn das weitere Verfahren unproblematisch verläuft, kann die Bebauung vermutlich ungefähr in einem Jahr beginnen“, sagte Stadtsprecher Michael Lantau auf Anfrage unserer Zeitung. Bis die ersten Häuser stehen, könne es ein weiteres halbes Jahr dauern. Ob es bereits Interessenten gibt, war gestern nicht zu erfahren.

Auf Skepsis war bei der Beratung im Bauausschuss die Anzahl der öffentlichen Parkplätze gestoßen. Bisher sind elf geplant. In Anbetracht der „dichten Bebauung“ seien das zu wenig, gab Axel Schmidt (FWB) zu bedenken. „Viele Familien haben zwei Autos, von denen eins auf öffentlichem Grund steht“, sagte er und führte als Beispiel die Schlickum-Siedlung an. Dort hatten sich Anwohner darüber beschwert, dass Restaurantgäste die für ihre Besucher gedachten öffentlichen Parkplätze blockierten.

Theoretisch müsste der Investor gar keine Parkplätze im öffentlichen Raum nachweisen, erklärte Wiebke Becker von der Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff, die das Baugebiet plant. „Das ist hier anders als in Hamburg.“ Darüber hinaus werde der Investor zwei Stellplätze auf jedem Grundstück schaffen. „Wir sollten so wenig wie möglich zusätzlich versiegeln, zumal die Plätze nicht ständig genutzt werden und trotzdem gepflegt werden müssen“, sagte Becker.

Doch nicht nur die Zahl der Parkplätze, auch das Grün auf dem Gelände ist den Politikern zu knapp bemessen. „Der Investor könnte etwas mehr davon schaffen“, sagte Schmidt. Bis auf zwei Buchen an der Hamburger Straße und eine auf dem Gelände stehende „ist da nichts“, bemängelte auch Marina Quoirin-Nebel (Grüne). Die drei Buchen sollen erhalten bleiben, betonte Becker. Es sei aber „fraglich, was man noch pflanzen kann“. Da es sich um ein reines Wohngebiet handle, sei der dafür zur Verfügung stehende öffentliche Raum knapp. „Aber die meisten Leute begrünen ja ihre Gärten.“

In beiden Punkten – Parkplätze und Begrünung – soll der Investor nachbessern und die Ergebnisse im nächsten Bauausschuss (20. Mai, 19.30 Uhr, Rathaus) vorstellen, beschlossen die Politiker letztendlich – bevor sie dem Aufstellungsbeschluss grundsätzlich zustimmten. Denn „an sich ist die Lage für ein Baugebiet vernünftig“, fasste Schmidt zusammen.

Das Baugebiet wird über eine Stichstraße von der Hamburger Straße aus erschlossen. Zum Mühlenweg wird es einen Fuß- und Radweg geben. Außerdem soll entlang der dort gelegenen Grundstücke eine etwa zwei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden. Die Einzelhausgrundstücke werden zwischen 450 und 590, die Doppelhausgrundstücke zwischen 190 und 360 Quadratmeter groß sein.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen