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Barmstedt : Internet wird bei Senioren beliebter

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Senioren-Akademie hat in Barmstedt darüber diskutiert, ob das Internet im Alltag von älteren Menschen eine Rolle spielt.

Barmstedt | Sind Senioren zu alt für das Internet, oder bereichert es ihren Lebensalltag? Über das Thema „Älterwerden im Internetzeitalter“ hat die Suchtberaterin Birgit Hadel von der Diakonie Rantzau/Münsterdorf im Barmstedter Gemeindehaus referiert. Eingeladen hatte die Senioren-Akademie, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert. Laut einer Studie seien 38 Prozent der älteren Mitbürger online, sagte Hadel – die Tendenz sei steigend. 81 Prozent der Nutzer hätten angegeben, mit dem Internet ihr Wissen zu erweitern, 60 Prozent wollten damit gedanklich fit bleiben, so die Dozentin.

Das Internet biete unermessliche Chancen wie soziale Kontakte, aber auch Risiken wie mangelnde Datensicherheit, Viren und dubiose Geschäfte, sagte Hadel. Es greife in alle Lebensbereiche ein. „Auch im Alter möchte man aktiv und unabhängig bleiben“, sagte sie und betonte, dass mehr als jeder Zweite der im Internet aktiven Senioren auch online einkaufe.

Mit viel Schwung brachte Hadel die Zuhörer nach ihrem Vortrag dazu, selbst über das Thema nachzudenken. Jeder erhielt eine grüne Ja- und eine rote Nein-Karte. Bei ihren Fragen – etwa, ob die Besucher Fotos im Internet bearbeiten oder online einkaufen –, wurden meist mehr rote als grüne Karten in die Höhe gehalten. Anschließend stellte Hadel jeweils eine Diskussionsgruppe pro und kontra Internet gegenüber. Kurios: Auf der pro-Seite standen nur die Männer, auf der kontra-Seite die Frauen. Einige Argumente: „Wenn ich in den Urlaub fahren will, schaue ich mir im Internet die Umgebung an.“ Kontra: „Damit vertrödele ich kostbare Zeit.“ Pro: „Per E-Mail erreiche ich andere schnell.“ Kontra: „Ich schreibe lieber Briefe.“ Eine Besucherin beschied klipp und klar: „Ich will keinen Computer haben.“

Die Organisatoren Roswitha Hansen und Klaus-Dieter Piepenburg zeigten sich mit der lebhaften Beteiligung mehr als zufrieden.

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erstellt am 17.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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