zur Navigation springen

Barmstedt : Infotafeln für die Kulturdenkmäler

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Erste Tafeln werden an städtischen und privaten Gebäuden angebracht. Geschichtswerkstatt hilft bei Planung und Umsetzung.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Sie bezeichnen sich als „lose Gruppe“ von rund 20 geschichtlich interessierten Experten der Ortsgeschichte und Fachleuten in Spezialgebieten sowie Besitzer von Sammlungen. Alle zusammen engagieren sie sich in der Geschichtswerkstatt Barmstedt.

Ihr neuestes Projekt: Eine Serie von Informationstafeln, die das Stadtbild ergänzen und auf historisch-architektonisch Wissenswertes von Kulturdenkmale und interessanten Örtlichkeiten – deren Wurzeln teilweise bis weit ins Mittelalter reichen – hinweisen sollen. „Konkreter Anlass für das Anbringen von vorerst vier Schildern ist das 875-jährige Stadtjubiläum“, erklärt Michael Theilig. Auf den Schildern, mit wiedererkennbar gleichem Layout, wird ebenfalls der QR-Code sowie ein (altes) Foto und der Hinweis auf die Internetseite der Geschichtswerkstatt zu finden sein.

Am Donnerstag wurde die erste Tafel am Humburg-Haus von Vertretern der Stadt, dem Humburghaus-Verein, Mitgliedern vom Kulturverein Pfiff und der Geschichtswerkstatt präsentiert. Das 1783 als niederdeutsches Fachhallenhaus erbaute Gebäude gehört zu den ältesten Häusern der Stadt und wird heute als Treffpunkt für Bürger und Vereine der Stadt als wichtiger Treffpunkt genutzt. Die Acrylplatte verweist ebenfalls auf den Namensgeber Dr. Ernst-Heinrich Humburg, der von 1912 bis 1999 lebte. Die Tafel soll demnächst in Abstimmung mit dem Denkmalschutz an der Vorderfront des Gebäudes angebracht werden.

Weitere Tafeln sind geplant für private und städtische Gebäude, so die Wassermühle, das Amt Rantzau und die Schlossinsel. „Wir gehen davon aus, dass auch die alten Gebäude im Besitz der Kirche demnächst dazu kommen werden“, so Michael Theilig und verweist auf eine mittlerweile lange Liste von mehr als 40 potenziellen Kulturdenkmalen und vielen interessanten Privathäusern. Die Geschichtswerkstatt bietet Eigentümern an, ein inhaltliches Konzept mit Bild und im einheitlichen Layout zu entwickeln und bei der Umsetzung zu helfen. Ebenfalls mit Info-Schildern gekennzeichnet werden könnten Naturdenkmale wie Bäume.

Weitere Infos im Netz

Neben den Tafeln ist eine Broschüre geplant – mit unterschiedlichen Beiträgen zur Geschichte Barmstedts, großenteils Fundstücke aus alten Ausgaben der Barmstedter Zeitung und zur Geschichte der auf den Tafeln vorgestellten Häuser. Die Internetseite gibt weitergehende Informationen sowie Verlinkungen zu allen Aspekten mit Barmstedt-Bedeutung.

Diese Seiten sind Teil des recht großen Gemeinschaftsprojekts der Geschichtswerkstatt, das „Wiki-Barmstedt“ (barmstedt-geschichte.de), das umfangreiche Informationen zur Geschichte des Ortes umfasst und ein einziges großes Nachschlagewerk und Lesebuch, sozusagen als E-Book, darstellt. „Unser Anspruch besteht darin, eine gut verständliche, gleichzeitig aber wissenschaftlich fundierte Geschichte unserer Region zu schreiben, in der die Zusammenhänge zwischen den Ereignissen in der Barmstedter Region mit den überregionalen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt werden“, so die Macher der Internetplattform.

Die Geschichtswerkstatt Barmstedt baut zurzeit ein umfangreiches Archiv auf zur Ortsgeschichte, das digitalisiert allen Mitgliedern online zur Verfügung steht. Der letzte Neuzugang war das komplette Archiv der Barmstedter Zeitung, teilweise mit mehr als 100 Jahre alten Ausgaben.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen