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Kindergartenplätze : In Sparrieshoop wird’s eng

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis sieht keinen Bedarf für eine zusätzliche Gruppe. Der Familienausschuss diskutiert nun über mögliche Alternativen.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop bietet im Botterhörn 2“ sowie in der „Kirchenstraße 21“ eine Kindertagesstätte sowie eine Kinderkrippe mit insgesamt 100 Plätzen. Bis etwa 2015 ist die Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen jedoch größer als das vorhandene Angebot. Für den Familienausschuss der Gemeinde stellte sich nun die Frage, wie mit der Nachfrage umgegangen wird. Gibt es eine Möglichkeit, allen gerecht zu werden? Wie groß kann eine Kindergartengruppe maximal sein? Steht das Kindeswohl im Mittelpunkt oder der Wunsch der Eltern auf Betreuung ihrer Sprösslinge? Muss die Gemeinde eine weitere Kindergartengruppe zur Verfügung stellen?

Der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Elmshorn-Land, Roland Reugels, zeigte während der jüngsten Sitzung zunächst die Entwicklung der Kinderzahlen in der Gemeinde auf. Er schilderte, dass trotz der neuen Baugebiete mittelfristig die Zahl der Kinder in Klein Offenseth-Sparrieshoop rückläufig sein wird. Die neuen Wohngebiete würden diese Entwicklung nur verzögern, jedoch nicht aufhalten.

Reugels wies darauf hin, dass der Kreis Pinneberg mit Blick auf seine Zahlen den Bedarf für eine weitere Kindergartengruppe nicht sieht. Der Amtsleiter berichtete, dass der Kreis den Bedarf anhand der bekannten Geburtenzahlen errechnet. Das Amt wiederum versucht, auch die Kinder in ihrer Prognose zu berücksichtigen, die, obwohl sie zur Schule gehen könnten (Kann-Kinder), noch ein weiteres Jahr im Kindergarten bleiben. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Bedarfspläne. Wichtig für die Diskussion war auch Reugels Anmerkung, dass eine neue Kindergartengruppe für mindestens 20 Jahre bestehen muss, um möglicherweise erhaltene Zuschüsse nicht zurückzahlen zu müssen. Darüber hinaus erklärte er, dass es keinerlei Zuschüsse für eine Kindergartengruppe gibt, wenn der Kreis Pinneberg den Bedarf nicht anerkennt.

Gruppenvergrößerung nicht sinnvoll

Für das kommende Kindergartenjahr 2013/2014 werden voraussichtlich mehr Kindergartenplätze benötigt als vorhanden sind. Wie damit umgegangen werden soll, wurde im Ausschuss diskutiert. Der Träger der Kindertagesstätte, vertreten durch Pastor Tobias Jäger sowie den Kindergartenleiter Jochen Wedekind, stellte bei den Überlegungen das Kindeswohl in den Mittelpunkt. Jäger und Wedekind machten deutlich, dass sie eine Vergrößerung der jeweiligen Gruppen auf mehr als 21 Kinder für nicht sinnvoll erachten. Die Qualität der Betreuung würde unter einer Gruppenvergrößerung auf 25 Kinder erheblich leiden. Darüber hinaus sei Integrationsarbeit in solch großen Gruppen nicht mehr möglich.

Die Ausschussvorsitzende Cornelia Leser berichtete in diesem Zusammenhang von ihren Erfahrungen. Leser leitet den Kindergarten in Bokholt-Hanredder und hatte zeitweilig Kindergartengruppen mit 25 Jungen und Mädchen zu betreuen. Sie erzählte, dass es für die Erzieherinnen zwar eine anstrengende Zeit gewesen sei, die Kinder unter der Gruppengröße nicht gelitten hätten. „Die Eltern haben über diese Gruppengröße nicht gemeckert“, so Leser. Gleichwohl könne sie den Wunsch des Trägers nachvollziehen.

Tenor der Sitzung war schließlich, dass eine Prüfung erfolgen soll, ob und in welcher Form die Schaffung einer neuen Kindergartengruppe befristet auf drei bis vier Jahre möglich ist. Eine weitere Alternative wäre die Unterbringung in Einrichtungen außerhalb der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop.

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