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Jubiläen in Barmstedt : Im Einsatz für das Wohl der Kinder

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Drei Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle für Integration wurden geehrt.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 14:30 Uhr

Barmstedt | Gleich drei Mitarbeiterinnen sind gestern bei der Beratungsstelle für Integration (BfI) für ihre langjährige Arbeit geehrt worden: Seit jeweils zehn Jahren sind die Heilpädagoginnen Wiebke Werth, Meike Vollstedt und Susanne Ester-Habedank für die Einrichtung tätig, die ihren Sitz an der Bahnhofstraße in Barmstedt hat. Werth war zunächst fünf Jahre lang als mobile Heilpädagogin beschäftigt, bevor sie 2012 die Leitung der BfI übernahm. „Als ich anfing, waren wir zu viert“, erinnerte sie sich. Mittlerweile besteht das Team aus zwölf Frauen und einem Mann, „und wir könnten noch mehr Mitarbeiter brauchen“. Doch der Fachkräftemangel habe auch ihre Branche erwischt, so Werth. Umso froher seien alle, dass seit September eine neue Kollegin das Team verstärke.

„Es ist ein tolles Team – es hat gleich gepasst, und ich habe es nie bereut, hier angefangen zu haben“, sagte Vollstedt, und auch Ester-Habedank hob den Zusammenhalt hervor. „Das Team funktioniert super, und wir machen vieles gemeinsam, zum Beispiel die Fortbildungen.“ Die tägliche Arbeit dagegen macht jeder für sich: Die Mitarbeiterinnen betreuen zurzeit 45 Kinder in 20 Kitas in den Kreisen Pinneberg und Steinburg. Sie arbeiten meist direkt in den Kitas, aber auch Hausbesuche sind möglich. Einige Kinder sind mehrfach behindert, andere entwicklungsverzögert oder haben sozial-emotionale Probleme. Die Zahl der Fälle steige, ebenso wie die der traumatisierten Kinder, sagte Werth. Für ihr Team bedeute das, „dass wir mehr Zeit für die Betreuung jedes Kindes brauchen“. Hinzu kämen die Dokumentationspflichten, die auch umfangreicher würden.

Finanziert wird die Arbeit der BfI vom Land und dem Kreis Pinneberg. Jede Betreuungsmaßnahme werde vom Fachdienst für Gesundheit geprüft und – falls sie positiv beschieden wird – für ein halbes oder ein Jahr bewilligt, erklärte Ester-Habedank. Meist reiche das aber nicht aus, „so dass wir dann einen neuen Antrag stellen müssen“. Maximal könne eine Betreuung drei Jahre dauern.

Die BfI habe mit dem Land und dem Kreis Pinneberg Leistungsvereinbarungen geschlossen, sagte Doris Renner, die die Einrichtung in den ersten sechs Jahren geleitet hat und den Jubilarinnen Blumen überreichte. Dadurch sei die Arbeit „schon anspruchsvoller geworden. Aber da sowohl dem Land als auch dem Kreis viel an unserer guten Arbeit liegt, gehen wir immer guten Mutes in die Pflegesatzverhandlungen.“

Sie sei „stolz, dass wir hier eine Einrichtung haben, die eine solche Ausstrahlung in beide Kreise hat“, sagte Pastorin Antje Stümke, die den Jubilarinnen ebenfalls für ihre Arbeit dankte. Doris Renner habe einst die Idee gehabt, die BfI aufzubauen, „weil sie den Bedarf erkannt hat“, stellte sie fest. Und dass der Bedarf nach wie vor steige, zeige, wie wichtig die Arbeit sei.

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