Diamantene Hochzeit in Barmstedt : Ihre Liebe begann beim Tanz den Mai

Seit 60 Jahren verheiratet: Harry und Christa Pontow.
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Seit 60 Jahren verheiratet: Harry und Christa Pontow.

Die Barmstedter Christa und Harry Pontow feiern heute ihre Diamantene Hochzeit.

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19. Mai 2016, 13:45 Uhr

Sie war mit einer Freundin da und hatte nur zwei Mark mit – gerade genug für den Eintritt. Er war mit einem Freund aus Elmshorn gekommen, weil dort im „Südpol“ nicht so viel los war. Kurz darauf lernten sich Christa und Harry Pontow kennen – beim Tanz in den Mai vor 61 Jahren im Hotel „Zum Grünen Wald“ in Vossloch. Gut ein Jahr später – am 19. Mai 1956 – traten sie vor den Traualtar. Heute feiert das Barmstedter Ehepaar seine Diamantene Hochzeit.

„Es gab auch mal Stress, aber insgesamt war es eine sehr schöne Zeit“, sagt Christa Pontow (79). Ebenso wie ihr zwei Jahre älterer Ehemann stammt sie aus Pommern. Nach der Flucht landete sie mit ihrer Familie 1946 in Langeln. „Meine Mutter wurde nach unserer Ankunft gefragt, ob sie aufs Dorf oder in die Stadt will“, erinnert sie sich. Harry Pontows Mutter und seine Geschwister waren schon am 11. Februar 1945 in Heede angekommen.

Nach der Hochzeit wohnte das Paar zunächst bei Christa Pontows Mutter, „mit vier Generationen unter einem Dach“. 1961 erwarben sie ihr eigenes kleines Haus am Finkenweg. „Wir sind am 23. Dezember eingezogen, das war ein Samstag“, weiß Harry Pontow noch genau. „Ich fühlte mich, als seien wir im Himmelreich gelandet“, sagt seine Frau. Als es im Haus zu eng wurde – das Paar bekam sechs Kinder – erweiterte Harry Pontow es um einen Anbau.

Arbeit hatten beide zunächst bei Gabor gefunden. Christa Pontow hörte nach neun Jahren auf, ihr Ehemann sattelte nach 16 Jahren um: „Ein Bekannter fragte mich, ob ich bei der Versicherung arbeiten wollte, die brauchten da Leute.“ Er sagte zu und war dort bis zur Rente beschäftigt – 22 Jahre lang.

In ihrer Freizeit engagierten sich beide 30 Jahre lang im Bund der vertriebenen Deutschen. Fünf Jahre waren sie zudem im Seniorenbeirat aktiv. „Wir waren ein tolles Team“, sagt Harry Pontow. Zu zweit fuhren sie gern Rad und gingen spazieren. „Das machen wir immer noch – am liebsten in den Grelckschen Tannen oder am Rantzauer See“, sagt Christa Pontow. Außerdem kümmern sie sich um ihre sechs Enkel, „vier Jungen und zwei Mädchen – bei unseren eigenen Kindern ist es umgekehrt“, stellt Christa Pontow schmunzelnd fest.

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