AktivRegion Holsteiner Auenland : Ideen für die neue Förderperiode

Hans-Jürgen Kütbach, 1. Vorsitzender der AktivRegion Holsteiner Auenland, begrüßte die Teilnehmer an dem Strategieworkshop.
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Hans-Jürgen Kütbach, 1. Vorsitzender der AktivRegion Holsteiner Auenland, begrüßte die Teilnehmer an dem Strategieworkshop.

Strategieworkshop für den Zeitraum 2015 bis 2020 in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt.

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18. Juni 2014, 12:15 Uhr

Barmstedt | In der Jugendbildungsstätte in Barmstedt kam es zu einer überaus interssanten Zusammenkunft im dortigen Versammlungsraum, die buchstäblich zukunftsweisend sein könnte. Warum? Es handelte sich um einen Strategieworkshop der AktivRegion Holsteiner Auenland für den Zeitraum 2015 bis 2020 – ein Thema, das offensichtlich die Menschen in der Region interessiert. „Die Resonanz war mit 80 Besuchern überwältigend“, erzählt Ingo Waschkau vom Kreisjugendring (KJR) Pinneberg und somit Hausherr der Jugendbildungsstätte. Auch die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen mit Kernthemen können sich – so Waschkau – sehen lassen und werden noch lange nachwirken.

Im Detail: Nachhaltige Kommunen, Schulen und Kitas, Land- und Naturerlebnisse, starke Gemeinschaft Auenland und familienfreundliche Bildungsorte und -angebote – diese Themenschwerpunkte galt es im Rahmen des öffentlichen Workshops zur Strategieentwicklung in der AktivRegion Holsteiner Auenland zu bearbeiten. Seit dem Frühjahr wird eine „Integrierte Entwicklungsstrategie“ entwickelt, die als Bewerbung bis Ende September beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingereicht wird. Die Strategie bildet die Voraussetzung, um auch in der kommenden Förderperiode Projekte in der Region mit EU-Mitteln unterstützen zu können.

Der öffentliche Strategieworkshop in Barmstedt, zu dem die Mitglieder der AktivRegion, die Teilnehmer der im Vorfeld geführten Fachgespräche sowie alle interessierten Bürger eingeladen waren, bildet in diesem Zusammenahng einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur „Integrierten Entwicklungsstrategie 2015-2020“. Hans-Jürgen Kütbach, 1. Vorsitzender der AktivRegion Holsteiner Auenland, zeigte sich daher auch sichtlich bei seiner Begrüßung erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung.

Im Anschluss führte Olaf Prüß vom Büro RegionNord in das Thema der Strategieentwicklung ein. „Gemeinsam mit den Teilnehmern der Fachgespräche und dem Projektbeirat der AktivRegion haben wir zu jedem Förderschwerpunkt Kernthemen erarbeitet, die wir heute Abend mit Ihnen intensiv diskutieren und prüfen wollen“, erklärte er. Im Anschluss hatten die Anwesenden in gut 90 Minuten die Möglichkeit, ihre Ideen und Anmerkungen in kleineren thematischen Workshops zu äußern.

Im Handlungsfeld „Innovation und Wachstum“, in dem es um Arbeitsplätze im ländlichen Raum ging, schlug Prüß den Teilnehmern zwei Kernthemen vor. Unter dem Titel „Land- und Naturerlebnisse“ wurden unter anderem Maßnahmen zum Ausbau des Naherholungsangebotes der Region diskutiert und die Förderung und Vernetzung regionaler Produkte mehrfach betont.

„Das Kernthema wurde grundsätzlich sehr positiv gesehen und von den Anwesenden bestätigt“, freute sich der Moderator. Kritischer betrachteten die Teilnehmer das zweite Kernthema „Erlebnis Innenstadt und Ortskern“. An diesem Punkt herrsche noch weiterer Klärungs- und Prüfungsbedarf.

Auch im Fokus: Themen wie „Daseinsvorsorge“, „Mobilität“ oder „Bewusstsein für den Klimawandel“. Die Ideen und Anregungen, die in den Workshops aufgenommen wurden, werden in den kommenden Wochen in den Gremien der AktivRegion weiter bearbeitet. „Neben den inhaltlichen Maßnahmen müssen nun über die Sommermonate auch die konkreten Förderquoten und Auswahlkriterien festgezurrt werden“, beschreibt Prüß den Fahrplan bis Anfang September. Der Mitgliederversammlung obliegt es dann schließlich, die entwickelte Strategie zu beschließen und für die Bewerbung beim Land freizugeben.

„Der KJR Pinneberg wird diesen Prozess aktiv begleiten, da es unter anderem auch um schulische und außerschulische Bildung geht“, betont Ingo Waschkau. In der vergangenen Förderperiode wurde die Jugendbildungsstätte in Barmstedt als „Leuchtturmprojekt“ gewählt und mit 600.000-Euro für die energetische Sanierung gefördert. „Das verbindet auf Dauer“, so Waschkau.

Das Programm der AktivRegionen basiert auf der EU-Förderung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und wurde im Zeitraum von 2007 bis 2013 umgesetzt. Durch die Mittel der EU konnte den 21 AktivRegionen ein Grundbudget zur Verfügung gestellt werden, welches Projekte unterstützt, die die Entwicklung der ländlichen Räume voranbringen sollen.
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