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Pfingstzeltlager der Jugendwehren : Hörnerkirchen ist vorbereitet

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67 Jugendwehren mit etwa 1100 Mitgliedern aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg werden am Wochenende zum Pfingstzeltlager in Brande-Hörnerkirchen erwartet.

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erstellt am 02.Jun.2017 | 17:00 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | Wie viele Brötchen benötigen 1100 Jugendfeuerwehrleute zum Frühstück? Wie viel Nutella und Butter essen sie an einem Morgen? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich Thomas Böge von der  Feuerwehr Hörnerkirchen und Thorsten Huckfeldt von der Feuerwehr Bokel in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Beide Feuerwehrmänner sind Teil eines großen Teams, das das Pfingstzeltlager der Jugendwehren der Kreise Pinneberg und Steinburg am kommenden Wochenende organisiert. Mehr als 1000 Nachwuchsbrandbekämpfer werden dazu in Brande-Hörnerkirchen erwartet. Zum Besuchernachmittag am Sonntag, 4. Juni, rechnen die Veranstalter mit einigen hundert zusätzlichen Gästen. Zum Vergleich: Brande-Hörnerkirchen hat etwa 1620 Einwohner.

Vor etwa zwei Jahren – während der Feiern zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehren im Amtsbezirk Hörnerkirchen – hätten sich die Wehren des Amts Hörnerkirchen dafür entschieden, die Großveranstaltung auszurichten, berichtet Kay Sierk, Wehrführer der Feuerwehr Westerhorn, der zum Organisationsteam des „Nordcups“ gehört.

Drei Teams organisieren das Zeltlager

Drei Teams wurden schließlich gebildet. Das Team Verpflegung, dem unter anderem Böge und Huckfeldt angehören, kümmert sich um das Essen für die jungen Brandbekämpfer. Auch die Freiwillige Feuerwehr Hohenfelde ist an der Organisation beteiligt: Unter anderem kümmert sich Wehrführer Bernd Reumann um die Spiele, die die Jugendwehren während des Zeltlagers absolvieren werden. Man habe für Sonnabend zehn und für Sonntag sechs Spiele organisiert.

Joachim Hensel, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Brande-Hörnerkirchen/Osterhorn,  koordiniert mit seinem Team „Aufbau“ unter anderem das Errichten der Zeltstadt. Das Pfingstzeltlager wird sich zwischen Sonnabend und Montag, 3. bis 5. Juni, vor allem rund um die Grundschule Hörnerkirchen und den Schulweg abspielen. Der Aufbau beginnt bereits am Sonnabend, 27. Mai. „Wir messen den Zeltplatz per GPS ein“, so Hensel. Zudem müssen Wasserleitungen verlegt, die Sporthalle ausgeräumt und in dem Gebäude ein Fußboden verlegt werden. Auch Tische und Bänke werden benötigt. „Fünf bis sechs Zelte bauen wir auf dem Zeltplatz  auf. Die anderen werden von den Jugendwehren  aufgestellt.“ Von Stromleitungen bis hin zum WC-Container  – „wir bauen eine kleine Stadt auf“, sagt der Wehrführer.

Lindenstraße wird gesperrt

Ziel sei es, so Hensel, dass die Aufbauarbeiten bis Donnerstag, 1. Juni, um 16 Uhr beendet sind. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müssen sich auch Autofahrer im Bereich Brande-Hörnerkirchen auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Dann werde die Lindenstraße in Hörnerkirchen für den Durchgangsverkehr gesperrt, berichtet der Wehrführer. „Ab 16 Uhr kommen außerdem die ersten Jugendwehren und bauen ihre Zelte auf.“ Bis in den Abend  hinein würden etwa 70 Zelte aufgebaut werden. Anschließend rücken die Wehren wieder ab. Beginnen wird das Pfingstzeltlager am Freitag, 2. Juni, um 18.30 Uhr (siehe Programm im Info-Kasten). Der Abbau der Zeltstadt beginnt am Montagmittag. Alle Helfer, die  Zeit haben, werden dann mit anpacken.

300 freiwillige Helfer werden während der Pfingsttage dafür sorgen, dass das Zeltlager wie geplant ablaufe, so Sierk weiter. „Sie werden sich um alles kümmern.“ Erkennbar seien die Helfer an ihren Outfits. Die Liste der Ehrenamtlichen, die in  die Großveranstaltung mit eingebunden sind, ist lang. Außer dem Kreisfeuerwehrverband (KFV) Pinneberg ist auch der KFV Steinburg dabei. „Es ist gut, dass man zwei Verbände dabei hat“, so Sierk.

Hunderte Ehrenamtliche als Helfer unterwegs

Neben den Hörnerkirchener Wehren und der Feuerwehr Hohenfelde sind auch die Wehren des Amts Rantzau und der Stadt Barmstedt in das Zeltlager eingebunden. Sie sollen unter anderem den Nachtmarsch durch Brande-Hörnerkirchen absichern. Die Feuerwehr Horst wird ein Spiel übernehmen. Die DLRG und das DRK Hörnerkirchen sind ebenfalls dabei, genauso wie die örtliche Landjugend, die Christus-Kirchengemeinde, die Landfrauen, der Spielmannszug, die Gemeinderäte und der SV Hörnerkirchen. Zudem stellen auch Privatleute wie Kai Kröger Flächen zur Verfügung. Auch die Volksbank Pinneberg-Elmshorn unterstützt das  Projekt: Dan Balder aus der Filiale in Barmstedt überreichte dem Orga-Team vor Kurzem einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Was die Verpflegung der Jugendwehren angehe, sei alles geklärt, sagen Thomas Böge und Thorsten Huckfeldt. Was die Mengen betreffe, könne das Team von den Erfahrungen  bei  vorherigen Zeltlagern profitieren. „Einiges mussten wir aber auch selbst erarbeiten.“ Die Essensausgabe finde in der Turnhalle statt. Vier Ausgaben gebe es, eine davon für Vegetarier. Die Landfrauen und das DRK  sich darum kümmerten. Am Sonnabend steht darüber hinaus ein Grillabend auf dem Programm. „Dafür haben wir zig Gas- und Kohlegrills organisiert.“

Angefangen mit den Vorbereitungen habe man bereits im Januar vergangenen Jahres. Auch die Zahl der Brötchen für das Frühstück haben die Mitglieder des Teams „Verpflegung“ festgelegt. Etwa 2500 Semmeln werden morgens für die hungrigen Jugendfeuerwehrleute bereit liegen.

Donnerstag, 1. Juni: Zeltaufbau ab 16 Uhr.

Freitag, 2. Juni: Anreise zwischen 16 und 18 Uhr, Eröffnung um 18.30 Uhr, Abendessen zwischen 19.15 und 20.30 Uhr, Nachtmarsch ab 21 Uhr.

Sonnabend, 3. Juni: Frühstück zwischen 7.30 und 9 Uhr, Wettkämpfe (Teil 1) zwischen 9.15 und 12 Uhr, Mittagessen zwischen 12 und 14 Uhr, Wettkämpfe (Teil 2) von 14 bis 16.30 Uhr, Grillabend ab 19  Uhr.

Sonntag, 4. Juni: Frühstück zwischen 7.30 und 9 Uhr, Wettkämpfe (Teil 3) zwischen 9.30 und 12 Uhr, Mittagessen zwischen 12 und 13.30 Uhr, Wettkämpfe (Teil 4) und Besuchernachmittag von 14 bis 18 Uhr, Abendessen um 19 Uhr.

Montag, 5. Juni: Frühstück zwischen 7.30 Uhr und 9 Uhr, Zeltabbau zwischen 9 und 11.30 Uhr, Siegerehrung und Verabschiedung ab 11.30 Uhr.

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