Festival in Brande-Hörnerkirchen : Hörnerfest: Sommerparty im Mittelalter-Gewand

Ein Spektakel, das in der Region einmalig ist: Das zweitägige Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen. Fotos: Ulf Marek
Ein Spektakel, das in der Region einmalig ist: Das zweitägige Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen. Fotos: Ulf Marek

Riesenspaß mit Rittern und Rockern: Beim Hörnerfest feierten Mittelalter und Metalfans bei bestem Sommerwetter.

shz.de von
01. Juli 2018, 18:00 Uhr

„Genau so haben wir uns es gewünscht: Das Hörnerfest als ein rundum geglücktes Sommerfest“, resümierte Thomas Tegelhütter kurz vor Ende der diesjährigen Ausgabe seiner beliebten Veranstaltungsreihe rund um Mittelalter, Folk und Metal-Sound in Brande-Hörnerkirchen. Und in der Tat: Das zweitägige Spektakel, das bereits am Donnerstag mit einem kleinen Warm-Up begann – auf der Marktbühne zwischen dem Gastronomiebereich und dem mittelalterlichen Zeltdorf gab es bereits Live-Musik mit „Vollbard“ und „Saltatio Draconum“ –, konnte sich diesmal über optimale Wetter-Bedingungen freuen.

 

In den Vorjahren gab es vielfach so starke Niederschläge, dass nahezu das gesamte Areal an der Schierenhöh 13 buchstäblich im Schlamm versank. Diesmal aber ganz das Gegenteil: strahlend blauer Himmel, reichlich Sonne und hochsommerliche Temperaturen. Entsprechend gut gestimmt – und auch anzahlmäßig spürbar angestiegen – zeigten sich die Besucher des Festivals.

Auch tierischen Zeitgenossen gefiel das Fest.
Ulf Marek

Auch tierischen Zeitgenossen gefiel das Fest.    

 

Es kamen Fans aus allen möglichen Ecken der Republik, und auch aus dem Ausland. Ebenso die auftretenden Bands – rund 20 an der Zahl. Herkunft: unter anderem Australien, Finnland, Russland, England und Schweden. Darunter namhafte Acts wie „Claim The Throne“, „The Dolmen“, „Grai“, „Turisas” und „Moonsorrow”.

Headbangen auf russisch mit der Band „Grai“.
Ulf Marek

Headbangen auf russisch mit der Band „Grai“.

 

Aus Deutschland waren unter anderem „Barayan“, „Ignis fatuu“, „Hasenscheisse“ und „Der Münzer“ dabei. Nicht zu vergessen natürlich die „Letzte Instanz“, eine deutsche Violin-Rockband aus Dresden mit leicht an „Rammstein“ erinnernden Sounds, und „Mr. Hurley und die Pulveraffen“, die maritimes Flair nach Hörnerkirchen transportierten. Doch nicht nur mit der teilweise sehr dezibelreichen Kost auf der Rockbühne wurden die Mittelalterfreunde bestens unterhalten. Das mittelalterliche Zeltdorf lud zum ausgiebigen Bummel ein. Diverse Stände mit Kunsthandwerk, Fan-Artikeln, historischer Kleidung und vielem anderen mehr boten massig Gelegenheit zum Stöbern.

Wer darüber hinaus aktiv werden wollte, konnte sich beim Messer- oder Axtwerfen üben, mit waschechten Schafen auf Tuchfühlung gehen oder sich unterhaltsame Auszeiten vom Powerrock vor der kleinen Marktbühne gönnen.

Hatten mächtig viel Spaß: Gaukler Robert Blake und Helferin Jackie.
Ulf Marek

Hatten mächtig viel Spaß: Gaukler Robert Blake und Helferin Jackie.

 

Dort sorgten unter anderem Gaukler Robert Blake aus Holland für viel Spaß und aktive Beteiligung der Zuschauer, das Duo „Tiefflieger“ für gekonnte artistische Darbietungen samt Workshop für Interessierte und die Gruppe „Lunatix“ faszinierte mit einer überaus beeindruckenden Feuershow in den jeweiligen späteren Abendstunden.

„Einfach 1 a, dieses Festival. Es gibt keinen Leerlauf, Musikbands nur vom Feinsten und dazu bestes Sommerwetter – das ist Urlaub pur“, erklärte Jörg Dieberich (28), bekennender Fan der Gruppe „Letzte Instanz“, der zusammen mit seiner Freundin Mareike (27) aus Jena angereist war. Ebenfalls überaus begeistert waren auch Hermann Köber und seine Clique aus Bremen. „Das Hörnerfest ist eigentlich immer top – auch im Regen, den wir diesmal leider nicht hatten“, sagt Köber lachend. „Wir kommen jedes Jahr hierher und werden auch dabei bleiben. Tolle Musik rund um die Uhr und dazu noch viel Action drum herum – eine wirkliche Abwechslung zum Arbeitsalltag“, betont der Elektroingenieur.

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