Höki startet Pilotprojekt an Schule

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Digitalpakt: Eine Klasse wird mit Technik im Wert von 35 000 Euro ausgestattet / Schulfenster müssen erneuert werden

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12. März 2019, 16:41 Uhr

Der Digitalpakt ist derzeit in aller Munde. Auch die Grundschule in Hörnerkirchen soll fit für die digitale Zukunft gemacht werden. Das entsprechende Projekt namens „EISSBaR“ stellte Bokels Bürgermeister Wolfgang Münster (Foto oben) während der Amtsausschuss-Sitzung vor. Teurer als gedacht wird der Austausch der Schulfenster. Ein weiterer Punkt: Die Elternbeiträge der Schulhortbetreuung werden erhöht – allerdings nur in einem geringen Maß.

Gleich in mehreren Tagesordnungspunkten ging es während der Sitzung im Westerhorner Lindenhof um die Schule. „Wir müssen die alten Heizöltanks der Schule stilllegen“, sagte Amtsvorsteher Bernd Reimers (Foto unten). Die Tanks sollen zuerst gereinigt und dann entsorgt werden. Bokels Bürgermeister und IT-Fachmann Münster hat sich die vorhandene Netzwerkstruktur in der Grundschule angeschaut und dabei festgestellt, dass diese nicht wirklich zukunftsfähig ist.

Hinter dem Begriff „EISSBaR“ verbirgt sich die Idee, ein einheitliches IT-System für alle Schulen in Barmstedt sowie den Ämtern Rantzau und Hörnerkirchen zu installieren. Aufgrund des Digitalpaktes seien demnächst die Schulträger für die IT zuständig, erklärte Münster. „Heißt: Unsere Schule muss zukünftig vom Barmstedter Rathaus aus betreut werden.“ Und um diese Aufgabe meistern zu können, „brauchen wir ein einheitliches System“, zeigte sich Münster überzeugt.

Die Amtsausschuss-Mitglieder schlossen sich seiner Sichtweitweise an und bewilligten 35 000 Euro für ein Pilotprojekt, das mit einer Grundschulklasse in Hörnerkirchen starten soll. In der Summe ist auch Hökis Anteil für den Start des Projektes im Barmstedter Gymnasium enthalten. Bei der Umsetzung soll aller Voraussicht nach auf Apple-Technik gesetzt werden. „Es wäre besser gewesen, wenn das Land von oben gesagt hätte: Das ist das System, das zum Einsatz kommen soll“, sagte Reimers. Doch diese Anweisung habe es nicht gegeben. Münster sprach von einer „Projektphase“, an deren Ende man auch zu dem Schluss kommen könne, dass es „so nicht geht“. Er zeigte sich aber optimistisch, dass die Vernetzung der Schulen damit auf einen guten Weg gebracht werden können.

Mit Mehrkosten von rund 100 000 Euro rechnen die Politiker bei der Erneuerung der Schulfenster. „Mittlerweile liegt eine genauere Untersuchung und eine Kostenberechnung vor. Diese schließt mit einer vorläufigen Bausumme von knapp 300 000 Euro brutto“, sagte Reimers. Ursprünglich hatte man mit 200 000 Euro gerechnet. „Dies liegt zum einen an mittlerweile weiter gestiegenen Preisen, größerem Aufwand beim Austausch und zum anderen wurden weitere Fenster wie die der Toilettenräume in die Planung mit einbezogen.“ Außerdem sei nun für einige Räume an der Südseite ein außenliegender Sonnenschutz geplant. Die zusätzlichen 100 000 Euro sollen aus der Amtsrücklage entnommen werden.

Teurer wird ab Sommer der Schulhort, der unter Regie der Lebenshilfe Pinneberg läuft. 3,28 Prozent müssen die Eltern ab dem 1. August mehr zahlen. Welche Auswirkungen das maximal haben wird, machte Reimers anhand eines Beispiels deutlich. Die teuerste Variante für die Betreuung von 7 bis 17 Uhr koste derzeit 178 Euro, „zukünftig werden es dann 184 Euro sein“.

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