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Barmstedter Zeitung

21. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Höki hat keine Elbphilharmonie

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Neujahrsklönschnack“ im Amt Hörnerkirchen: Breitbandausbau bleibt im finanziellen Rahmen / Neue Bauplätze gesucht

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Trotz ungemütlichem Schmuddelwetter machten sich zahlreiche Bürger vor Kurzem auf den Weg zum Westerhorner „Lindenhof“, um dort am Neujahrsempfang der zum Amtsbezirk Hörnerkirchen gehörigen Gemeinden teilzunehmen. Amtvorsteher Bernd Reimers eröffnete die Veranstaltung pünktlich um 11 Uhr und gab zunächst einen kurzen Überblick über den inhaltlichen Verlauf des „Neujahrsklönschnacks“, der in der Folgezeit durch musikalische Intermezzi mit der Gruppe „Strings and Spoons“ aufgelockert wurde, die klassischen Irish Folk („Whiskey in the Jar“) im Gepäck hatte.

Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2015 in Brande-Hörnerkirchen, Bokel, Westerhorn und Osterhorn unterstrich Reimers, dass es sich um ein „äußerst anstrengendes und arbeitsintensives Jahr“ handelte, das aber dennoch in vielerlei Hinsicht die Dörfer des Amtsbezirks weiter nach vorn gebracht hätte. Dies gelte besonders hinsichtlich der Breitbandversorgung, deren Ausbau in 2015 sehr gut vorankam und im Verlauf – im Amtsbezirk seien seit Baubeginn im vergangenen Mai 55 Kilometer Trasse verlegt worden – auch auf keine wesentlichen Schwierigkeiten stieß. Kleinere Störungen wurden seitens der Bevölkerung geduldig hingenommen, und die drei beteiligten Baufirmen hätten vorbildliche Arbeit abgeliefert. Und das Wichtigste für Reimers: „Unsere Kostenschätzung und die tatsächlichen Kosten passen auch zusammen. Es ist keine Elbphilharmonie geworden – und das war für uns auch der wichtigste Punkt“, so der Amtsvorsteher, der an dieser Stelle viel Applaus erhielt.

Ein weiteres Thema, das für die Gemeinden im Amtsbezirk Hörnerkirchen von großer Bedeutung war: die Flüchtlingsarbeit. Seit Beginn des Jahres wurden in diesem Zusammenhang mehrere Wohnungen angemietet beziehungsweise Häuser für diesen Zweck erworben. Das Helferteam, das sich gebildet hat, habe seither „wahnsinnig gute Arbeit“ geleistet. Reimers bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten sowie bei Marlies Winter, die als Flüchtlingsbeauftragte des Amts zahlreiche Aufgaben der Flüchtlingsarbeit vor Ort mit Erfolg koordiniert habe.

Weitere wichtige Ereignisse im Amtsbezirk seien die Eröffnung der neuen Dörpstuuv in Bokel sowie der Erhalt der Polizeistation in Hörnerkirchen gewesen, was nur mit „viel Mühe und Energie“ möglich war. Im Hinblick auf die Zukunft werde der Fokus – so Reimers – vor allem auf die Infrastruktur gerückt. Der Erhalt der Straßen und Gebäude, aber auch die Erschließung neuer Bauplätze – man mache sich derzeit darüber konkret in Hörnerkirchen und Westerhorn Gedanken – seien von elementarer Bedeutung. Denn es sei wichtig, dass die Dörfer ein „stetiges Wachstum“ erleben, denn nur so seien auch die Steuereinnahmen auf Dauer geregelt, die schließlich die Existenz bedeuten.

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