Neuer Barmstedter Bürgervorsteher : „Hier wird intensiv diskutiert“

Er ist der erste CDU-Bürgervorsteher nach 28 Jahren FWB: Uwe Runge.
Er ist der erste CDU-Bürgervorsteher nach 28 Jahren FWB: Uwe Runge.

Barmstedts neuer Bürgervorsteher Uwe Runge im Porträt.

shz.de von
15. August 2018, 15:54 Uhr

Barmstedt | Er hat seit zwei Monaten das Amt, das 28 Jahre lang die FWB innehatte: Barmstedts neuer Bürgervorsteher Uwe Runge gehört der CDU an. Der gebürtige Hamburger interessiert sich schon von jeher für Politik. Im Jahre 1977 trat er der Jungen Union, zwei Jahre später der CDU in Hamburg bei, wo er später Vorsitzender der Bezirksversammlung Altona wurde. Nach Barmstedt zog er 2004, nachdem er dort ein geeignetes Grundstück für sein Eigenheim gefunden hatte. Trotzdem blieb er noch einige Jahre Mitglied der Hamburger CDU, bevor er sich seinen Barmstedter Parteifreunden anschloss. Seit einem Jahr ist er Vorsitzender des Stadtverbands.

„Es hat mir immer Spaß gemacht, politische Themen aufzugreifen und zu diskutieren“, sagt Runge. Schließlich sei er aber zu dem Entschluss gelangt, es nicht bei Diskussionen zu belassen, sondern selbst aktiv zu werden und etwas zur politischen Gestaltung der Kommune beizutragen, begründet der 55-Jährige seinen Eintritt in die aktive Politik. Während seiner Hamburger Zeit habe ihn unter anderem den Neubau des Volksparkstadions fasziniert, den er hautnah miterlebt habe. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, dass er ein großer HSV-Fan ist.

Barmstedt „ticke“ anders als Hamburg, wie Runge feststellt. „Der Unterschied im politischen Raum liegt insbesondere darin, dass man hier dichter dran ist und mehr Einfluss nehmen kann“, sagt er. „Wenn beispielsweise in Barmstedt ein Supermarkt gebaut werden soll, wird darüber ausführlich und intensiv diskutiert. Das gestaltet sich in Hamburg bei einer Supermarkt-Kette äußerst schwierig.“

Hehre Ziele habe er sich als Kommunalpolitiker nicht auf die Fahne geschrieben, sagt Runge. Eines aber stehe ihm stets vor Augen: die Verbesserung des Allgemeinwohls. „Was Barmstedt betrifft, so ist es eine wachsende Stadt. Und so muss also auch die notwendige Infrastruktur mitwachsen“, befindet er. Im Fokus habe er auch die AKN, die aktuell keine Nachtfahrten anbietet. Er wünsche sich, dass sich das in Zukunft vielleicht ändere, so Runge. Als Bürgervorsteher wolle er stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger haben und wünsche sich von der Politik, dass sie wieder verstärkt Probleme aufgreife, die den Menschen tatsächlich „quer liegen“.

Runge hat den Beruf des Versicherungskaufmanns erlernt und arbeitet seit 1990 bei der Halleschen Krankenversicherung – seit sechs Jahren als freigestellter Betriebsrat. Seine knapp bemessene Freizeit nutzt er für seine Modelleisenbahn, an der er hin und wieder bastelt. Außerdem reist er gern mit seiner Frau in deutsche Weingegenden, vorzugsweise am Kaiserstuhl.

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