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Barmstedter Zeitung

24. August 2017 | 03:37 Uhr

"Hier lässt sich noch viel bewegen"

vom

Barmstedt | "Die Stadt Barmstedt ist die Top-Adresse für Tagesausflügler in der Metropolregion Hamburg. Die Gäste genießen im anerkannten Erholungsort besonders Sicherheit, Sauberkeit und Service-Orientierung." Ganz so ist es zwar noch nicht, aber Wunschdenken ist erlaubt. Wolfgang Heins, Wirtschaftsförderer in der Stadtverwaltung, hat ein Konzept erstellt, wie Barmstedt teils auch mit einfachen Mitteln touristisch noch attraktiver werden und die obigen Kriterien erfüllen kann. Er nennt es seine "Wunschliste".

"Hier lässt sich noch viel bewegen. Wir vermarkten uns bereits über die Mitarbeit im Holsteiner Auenland, das genügt aber nicht", so Heins. Zunächst müsse sichtbar gemacht werden, dass Barmstedt seit 2011 anerkannte Erholungsstadt ist. Das Rathaus lässt dieses "Pfund" im Briefkopf auf den neuen Briefbögen erscheinen. "Derartige Hinweise an den Einfallstraßen wären gut machbar", so Heins. Ein weiterer Schritt werde gerade mit der baulichen Errichtung der Barrierefreiheit unternommen, um auf die Schlossinsel zu gelangen.

Das zuständige Landschaftsbüro habe auch eine Beschilderung hin zu den Attraktionen Barmstedts vorgeschlagen, so Heins. "Die kostet allerdings Geld", gibt der Wirtschaftsförderer zu bedenken. Ein Flyer mit der Lage des Sees sowie der Streckenbeschreibung zur Schlossinsel, Kircheninsel und in die Innenstadt wäre hilfreich. "Die Besucher erwarten eine Führungshilfe in Form von Beschilderungen oder anderen Hinweisen", erläutert Heins. Und weiter: "Wir haben einen Stadtplan mit Attraktionen an der Außenseite einer Seitenwand des Rathauses." Nur wer wisse das als Auswärtiger? "Zu meinem Wunschkonzert gehört eine Infotafel auf dem Seeparkplatz und auch auf dem Parkplatz vor der Gaststätte Zum Bootssteg", so Heins.

Auch Mitbringsel mit Barmstedt-Motiven würden die Kaufkraft stärken. Heins wünscht sich, dass alle Anbieter der Stadt wie Geschäfte, Gewerbe, Restaurants und Hotellerie verinnerlichen, dass Barmstedt Erholungsstadt ist. A propos Gewerbe. "Wir haben seit mehr als 20 Jahren kein Gewebegebiet mehr ausgewiesen", gibt der Wirtschaftsförderer zu bedenken.

Seine Wunschliste ist lang, aber nicht unerfüllbar - wenn denn auch Geld in die Hand genommen wird. "Wie wäre es, wenn wir einen Platz am See in Form eines Pavillons anbieten, an dem es Musik gibt?" fragt er. Die Beleuchtung, die in die Kategorie Sicherheit fällt, sei auch verbesserungswürdig. "Die Menschen fühlen sich sicherer, wenn etwa der Weg rund um den See, der Seepark und der Weg bis zur Kircheninsel besser ausgeleuchtet ist", so Heins. Mehr Ruhebänke unterwegs könnten auch nicht schaden. Zudem würde das Stadtbild durch Unterflur-Abfallbehälter verschönert.

"In Barmstedt finden - auch mit Hilfe des HGB und der Vereine - viele attraktive Aktionen statt, die überregional Beachtung finden, aber wir haben noch Potenzial, uns zu verbessern und Barmstedt wesentlich positiver herauszustellen", sagt Heins. Die Maßnahmen förderten die Wirtschaft, wovon wiederum das Stadtsäckel profitiere. Letztlich hänge die Umsetzung jedoch auch von den politischen Entscheidungen ab, so Heins.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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