Herbststürme sorgen für viel Arbeit

Hauptfeuerwehrmann Thomas Tietjen (links) erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande. Stefan Timm wurde zudem als Wehrführer vereidigt.
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Hauptfeuerwehrmann Thomas Tietjen (links) erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande. Stefan Timm wurde zudem als Wehrführer vereidigt.

Beverns Feuerwehr musste 2017 insgesamt 21 Mal ausrücken / Thomas Tietjen erhält Brandschutzehrenzeichen in Silber

shz.de von
16. Januar 2018, 16:00 Uhr

Ein Großfeuer und zahlreiche Sturmeinsätze: Die Freiwillige Feuerwehr Bevern musste im vergangenen Jahr 21 Mal ausrücken. Das berichtete Wehrführer Stefan Timm während der Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum. Bei einigen Einsätzen habe die Wehr nicht weiter tätig werden müssen, da beispielsweise die Unterstützung einer Nachbarwehr zwischenzeitlich nicht mehr erforderlich war. „Bei anderen Einsätzen waren wir deutlich länger, wenn nicht sogar über Stunden im Einsatz – wie bei den Herbststürmen, wo teilweise keine Alarmierung wegen Überlastung der Leitstelle möglich war“, erläuterte Timm in seinem Jahresbericht. Die Beverner Wehr habe daher auf ihre eigenen Telefone zurückgegriffen: „Die Einsätze wurden uns größtenteils über Handy mitgeteilt. Über diesen Weg alarmierten und koordinierten wir wiederum die eigenen Einsatzkräfte, die zum Teil mehrere Stunden im Einsatz waren, um umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste beiseite zu räumen.“

Anders verlief es am 12. März, als etwa um 1.20 Uhr morgens ein Vollalarm die Brandbekämpfer aus dem Schlaf riss: Aufmerksame Nachbarn hatten einen Carportbrand gemeldet, das Feuer drohte auf das Wohnhaus überzugreifen. Dank der Unterstützung der Einsatzkräfte aus Barmstedt, Bullenkuhlen und Ellerhoop konnte das Wohnhaus gehalten werden. Der Carport war ein Totalschaden, der Sachschaden am und im Gebäude verhältnismäßig gering. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. Insgesamt – so Timm – hatte die Wehr acht technische Hilfeleistungen, fünf Löscheinsätze, zwei nachbarschaftliche Löschhilfen, drei Tragehilfen zur Unterstützung des Rettungsdienstes und drei Alarmübungen zu bewältigen.

Im Detail ging der Wehrführer auf die Alarmübung mit den Bullenkuhlener Brandbekämpfern auf dem Hof der Familie Wiencken in Bevern ein. Das Szenario: Aus einer leer stehenden Wohnung im Obergeschoss drang dichter Qualm. Im Verlauf der Übung konnten mehrere verletzte Menschen über das Treppenhaus und eine hilflose Person mittels Leiterhebel durch ein Fenster gerettet werden. „Keine leichte Aufgabe, zumal die mitalarmierte Bullenkuhlener Wehr ein zweites Mal nachalarmieren musste, da sich kaum Einsatzkräfte am Gerätehaus einfanden“, so Stefan Timm.

Während des Abends wurde der stellvertretende Wehführer Karl-Heinz Groth wiedergewählt. Alle 29 Stimmberechtigten votierten für ihn – „ein Traumergebnis“, wie er feststellte. Außerdem wurde Stefan Timm als Wehrführer von Bürgermeister Johann Hachmann vereidigt. Timm war bereits im Zuge einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende vergangenen Jahres erneut zum Wehrführer gewählt worden. Eine besondere Auszeichnung gab es zudem für Thomas Tietjen: Der Hauptfeuerwehrmann erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande für 25 Jahre aktiven Dienst.

Organisiert wurde von der Beverner Wehr das Osterfeuer, mit dabei war sie bei der Aktion „Sauberes Dorf“. Ein besonderes Highlight war das Oktoberfest: Etwa 220 Gäste feierten bis in die frühen Morgenstunden in Dirndl und Lederhose.

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