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Wahlanalyse : Heimsieg für Bilsener Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

CDU-Politiker Peter Lehnert punktet bei der Landtagswahl stark in den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 14:00 Uhr

Bilsen | 71,7 Prozent der Erststimmen in Bilsen, 57 Prozent in Heede, 55,4 Prozent in Bevern, 52,9 Prozent in Groß Offenseth-Aspern und 51,5 Prozent in Ellerhoop: Peter Lehnert, Direktkandidat der CDU für den Wahlbezirk Pinneberg-Nord, hat sich während der Landtagswahl deutlich gegen seinen SPD-Herausforderer Helge Neumann aus Hemdingen durchgesetzt. Besonders in den Dörfern des Amts Rantzau, aber auch in den Gemeinden des Amts Hörnerkirchen, konnte der Bilsener Bürgermeister und Vorsitzender des Hauptausschusses des Amts Rantzau viele Wählerstimmen für sich gewinnen.

Vor allem eine Zahl sticht heraus: 71,7 Prozent der Erststimmen konnte der 54-Jährige in seiner Heimatgemeinde Bilsen auf sich vereinen. „Ich hatte es erhofft“, so Lehnert im Gespräch mit unserer Zeitung. Als Bilsener Bürgermeister habe er zudem gute Kontakte in die Dörfer des Amts Rantzau, so der Politiker über die weiteren Resultate. „Aber auch in Barmstedt habe ich ein schönes Ergebnis erzielt.“ Dort holte Lehnert 39,5 Prozent der Erststimmen. Einziger Wermutstropfen bei der Wahl sei für ihn der Einzug der AfD in den Landtag gewesen. Mit einer höheren Wahlbeteiligung wäre das möglicherweise zu verhindern gewesen, so der CDU-Politiker.

Überrascht habe ihn das Ergebnis im Wahlbezirk Pinneberg-Nord nicht, hatte Lehnerts Herausforderer Helge Neumann aus Hemdingen unserer Zeitung am Montag gesagt. „Es ist ein sehr ländlich geprägter Wahlkreis, und Herr Lehnert hat noch den Amtsbonus.“ Verglichen mit Johanna Skalski, die 2012 für die SPD in dem Wahlbezirk angetreten war, habe er aber einige hundert Stimmen dazugewonnen und auch in Barmstedt nicht schlecht abgeschnitten. In seiner Heimatgemeinde erlangte Neumann 33,9 Prozent der Erststimmen, Lehnert kam auf 46,3 Prozent.

Für Barmstedt und die Dörfer stünden zwei Themen auf seiner Agenda weit oben, berichtete Lehnert. Dazu zähle zum einen die Verbesserung der kommunalen Finanzen. Zum anderen solle die Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen flexibilisiert werden, damit die Kommunen weitere Entwicklungschancen erhielten. Beispiel dafür sei das von Barmstedt seit langem gewünschte Gewerbegebiet im Norden der Stadt. „Da gibt es zu enge Vorgaben der Landesplanung“, so Lehnert.

Und wie geht es in Kiel mit den Koalitionsgesprächen weiter? „Das hängt nicht von mir ab“, sagte Lehnert schmunzelnd. Der Wähler habe die CDU zur stärksten Kraft gemacht, der Führungsanspruch sei deutlich festgelegt. Nach derzeitiger Lage komme vor allem eine „Jamaika-Koalition“ mit den Grünen sowie der FDP in Frage, wie sie auch vom Wahlsieger Daniel Günther favorisiert werde, sagte Lehnert. Überrascht sei er von dem CDU-Sieg auf Landesebene nicht gewesen. „Die letzten Umfragen hatten schon signalisiert, dass wir an der SPD vorbeigezogen sind.“ Wendepunkt sei zuvor die Fernsehdebatte zwischen Daniel Günther und dem noch amtierenden Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) gewesen.

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