Bilanz : Heedes Wehr musste 2017 elfmal ausrücken

Olaf Kielmann (links) und Lars Westphalen (rechts) gratulieren Norbert Schlösser (von links) und verabschieden André Schlüter.
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Olaf Kielmann (links) und Lars Westphalen (rechts) gratulieren Norbert Schlösser (von links) und verabschieden André Schlüter.

Vor allem Brände und Stürme haben die Feuerwehr vergangenes Jahr beschäftigt. Norbert Schlösser für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

shz.de von
09. Januar 2018, 17:00 Uhr

Heede | Zu doppelt so vielen Einsätzen wie im Jahr zuvor ist die Heeder Wehr 2017 ausgerückt. Das hob Heedes Wehrführer Lars Westphalen während der Jahreshauptversammlung der Wehr im Gasthof „Heeder Damm“ hervor. Bei den elf Einsätzen sei ihm die Nachbarschaftshilfe im Juli in Barmstedt in der Hamburger Straße (wir berichteten) besonders im Gedächtnis geblieben. „An dem Tag war unser Kameradschaftsabend, zu dem die Hälfte der Kameraden dann verspätet hinzu stieß“, so Westphalen. In diesem Zusammenhang lobte er die bewährte Hilfe der Wehren untereinander sowie die gemeinsamen Übungen.

Auch ein Einsatz nach einem der Herbststürme bleibe ihm in Erinnerung, so Westphalen weiter. „Das war der Tag nach unserem Ernteball“, sagte er. Die Wehr habe im Gemeindebereich diverse umgekippte Bäume von den Straßen räumen müssen – mit verminderter Personenstärke. „Am wichtigsten ist, dass alle Kameraden nach der ehrenamtlichen Arbeit stets heil nach Hause gekommen sind“, betonte er. Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass die Feuerwehr mit Veranstaltungen wie Laternenfest und Osterfeuer das Leben in der Gemeinde mit präge und fest in ihr verankert sei. Der Wehrführer bedankte sich zudem bei der Gemeinde dafür, dass die Wehr mit neuen Feuerwehr-Jacken und Hosen ausgestattet worden sei. Er gab aber auch zu bedenken, dass das Feuerwehrfahrzeug in die Jahre gekommen sei.

Geehrt wurde Norbert Schlösser (54), der seit 40 Jahren in der Feuerwehr ist. Im seinem Heimatort im Rheinland trat er im Alter von 15 Jahren der Jugendwehr bei. Seit 27 Jahren lebt er in Heede und ist in der Feuerwehr tätig. Er hob die Kameradschaft hervor: „Hier kann sich jeder auf jeden verlassen“, sagte er. Von den Einsätzen der vergangenen Jahre sei ihm vor allem einer in deutlicher Erinnerung geblieben: der Brand auf dem Tietjenhof in einer Silvesternacht. „Kurz nach Mitternacht mussten wir zum Einsatz, es herrschten Minusgrade, und das Löschwasser war gefroren“, so Schlösser. Die Tiere seien aus den Ställen getrieben worden. „Es wurde eine lange Nacht. Wir haben die Tiere wieder zusammengetrieben und die Brandstelle bewacht“, sagte er. Der gelernte Elektroniker arbeitet als Prokurist in einer Norderstedter Firma.

Wehrführer Westphalen verabschiedete zudem Löschmeister André Schlüter (42), der nach Kellinghusen zieht. „Schade, dass Du gehst, danke für Deine Kameradschaft“, sagte Westphalen. Elf Jahre war Schlüter in der Heeder Wehr. Er werde immer an die tolle Kameradschaft zurückdenken. „Aber in Kellinghusen gibt es auch eine Freiwillige Feuerwehr“, sagte er.

Bürgermeister Reimer Offermann betonte während seiner Rede die Präsenz der Feuerwehr, die auch zu ihrer eigenen Sicherheit stets gut ausgerüstet sein müsse. Er dankte der Wehr im Namen der Gemeinde für die Bereitschaft zu helfen und für die hervorragende Jugendarbeit, die eine junge Generation in die Wehr nachrücken lasse. Funkwart Dennis Germer berichtete, dass der nun eingerichtete Digitalfunk weiterhin Übungen und Schulungen erfordere. Pastor Bert Johannigmann wünschte der Wehr Kraft für die nächsten Einsätze. Und Manfred Schildt, stellvertretender Leiter der Polizeistation Barmstedt, bescheinigte der Wehr eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei.

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