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Behörden ziehen die Notbremse : Heeder Ziegeleiweg ab sofort für den Verkehr gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Polizei sagt: Gespräche und Verwarngelder haben keine Wirkung gezeigt.

Barmstedt/Heede | Zuerst hatte die Polizei auf Gespräche gesetzt, dann Verwarngelder ausgestellt, nun ziehen die Behörden die Notbremse: Während der Bauarbeiten an der Hamburger Straße (L75) in Barmstedt bleibt der Heeder Ziegeleiweg ab sofort komplett für den Verkehr gesperrt. Nicht davon betroffen sind Fahrradfahrer und Fußgänger. Die entsprechende Anordnung stammt vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und wurde vom Amt Rantzau, der Gemeinde Heede und der Barmstedter Polizei angeregt. Grund für die Sperrung ist laut Amt und Polizei unter anderem der schlechte Straßenzustand, die geringe Verkehrssicherheit und der Fakt, dass der Ziegeleiweg nicht auf derart viel Verkehr ausgelegt sei.

Zahlreiche Autofahrer hatten in den vergangenen Wochen die beliebte, aber verbotene Abkürzung benutzt, um zwischen Heede und Barmstedt nicht über Bevern ausweichen zu müssen. Nun ist der Weg komplett dicht: Mit Schranken – so der Fachbegriff für die rot-weiß gestreiften Absperrungen – ist der Weg an der Landesstraße 110 bei Bullenkuhlen und der Landesstraße 111 in Heede abgesperrt worden. „Die Bankette ist witterungsbedingt bereits stark kaputtgegangen“, sagt Sabine Preuß, Ordnungsamtsleiterin des Amts Rantzau. An den Fahrbahnrändern löse sich zudem schon der Asphalt. „Die Gemeinde kann die Sicherheit nicht mehr gewährleisten.“ Mit den Anwohnern und den Entsorgungsunternehmen seien individuelle Lösungen vereinbart worden. Auch Rettungsfahrzeuge könnten die Häuser im Ziegeleiweg jederzeit erreichen, unterstreicht Preuß.

Das Durchfahrtsverbot sei leider von vielen Autofahrern ignoriert worden, bedauert Heedes Bürgermeister Reimer Offermann. Auch er betont: „Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Begegnungsverkehr kann nur stattfinden, wenn beide Autofahrer auf die Bankette fahren.“ Die seien aber bereits kaputt gefahren. Und wenn ein schwereres Fahrzeug wie ein Lkw dort stecken bleibe, könne er auch nicht mehr herausgezogen werden. „Kräne wie von der Firma Kühl aus Elmshorn kommen aufgrund der Straßenverhältnisse nicht in den Ziegeleiweg hinein.“ Zudem weist der Heeder Bürgermeister darauf hin, dass – wenn der zweite Abschnitt der Hamburger Straße in Barmstedt saniert wird – die Einmündung am „Heeder Damm“ nicht mehr befahrbar ist. Autofahrer müssen dann zusätzlich über die B4 ausweichen.

Auch die Barmstedter Polizei unterstützte die Sperrung, so Stationsleiter Sascha Schmidt. „Der Seitenraum ist erheblich beschädigt. Ausweichstellen gibt es nicht mehr.“ Die Straße könne den Verkehr auch gar nicht aufnehmen. In der Vergangenheit seien zudem Hydranten bei Ausweichmanövern von Autofahrern beschädigt worden. Erst habe man auf Gespräche gesetzt, dann mehr als 80 Verwarngelder verteilt. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, so Schmidt. „Aber nichts hat Wirkung gezeigt.“

Montagabend an der Hamburger Straße: Die Baustellenabsperrung ist zur Seite geschoben worden. Immer wieder fahren Autos mitten durch die Baustelle.
Montagabend an der Hamburger Straße: Die Baustellenabsperrung ist zur Seite geschoben worden. Immer wieder fahren Autos mitten durch die Baustelle. Foto: Christian Uthoff
 

Schmidt kündigte an, dass die Polizei die Absperrungen am Ziegeleiweg und auch die Baustellenabsperrungen an der Hamburger Straße weiter überprüfen werde. Gerade wenn Sperren beiseite geräumt werden, müssten Autofahrer mit erhöhten Verwarngeldern rechnen. „Da wird mit einem gewissen Vorsatz gehandelt. Das hat dann eine andere Qualität.“ Am Montag waren an der L75 die Sperren verschoben worden und Autos fuhren durch die Baustelle.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 12:00 Uhr

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