Heede: Bäume beschädigt und zerstört

Dieser Baum wurde gefällt und liegt jetzt quer in der Krückau. Die Barmstedterin, die das Chaos entdeckte, geht davon aus, dass die Bäume am Vatertag beschädigt oder zerstört wurden.
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Dieser Baum wurde gefällt und liegt jetzt quer in der Krückau. Die Barmstedterin, die das Chaos entdeckte, geht davon aus, dass die Bäume am Vatertag beschädigt oder zerstört wurden.

Polizei ermittelt nach Sachbeschädigung

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27. Mai 2015, 16:00 Uhr

Ein gefällter Baum, ein angesengter Stamm, die Überreste eines Lagerfeuers, abgeschabte Rinde und Flaschen mit Alkohol: Eine Barmstedterin (Name ist der Redaktion bekannt) wollte ihren Augen nicht trauen, als sie vor wenigen Tagen in den Heeder Tannen unterwegs war. Am Ufer der Krückau – etwa 50 Meter östlich der Straße Autwiet – waren etliche Pflanzen schwer beschädigt worden. „Die Zerstörungswut hat mich geschockt“, sagt die Barmstedterin. „Es ist vieles vom urigen Bild zerstört worden.“ Auch die Barmstedter Polizei ist in den Fall eingeschaltet worden. Zwei Beamte waren in der vergangenen Woche am Tatort, sichteten die zahlreichen Schäden und schrieben eine Anzeige gegen unbekannt.

Die Barmstedterin ist sich sicher: „Das muss am Vatertag passiert sein.“ Seit zwölf Jahren sei sie regelmäßig in den Heeder Tannen unterwegs, die Schäden habe sie wenige Tage nach Christi Himmelfahrt entdeckt. „In der Plastiktüte waren jede Menge Flaschen mit Alkohol, außerdem lagen Flachmänner im Wasser. Das war eine Sauforgie“, meint sie. Dabei seien Baumwurzeln mit Beil und Machete gekappt sowie Jungbäume abgeknickt und anschließend als Brennholz benutzt worden. Ein ganzer Baum wurde gefällt und liegt jetzt quer in der Krückau. Ein weiterer Stamm wurde stark versengt, in einen weiteren die Buchstaben „F+K“ geritzt.

Nach Angaben der Polizei Barmstedt fallen die Zerstörungen in die Bereiche Brandstiftung und Sachbeschädigung. Laut Polizeichef Peter Kroll sind mindestens sechs Bäume beschädigt worden. „In solchen Fällen sollte man umgehend die Polizei unter der Telefonnummer 110 alarmieren“, sagt er. Da der Müll mittlerweile weggeräumt sei, gebe es nur noch wenig Chancen, die Verursacher der Schäden ausfindig zu machen. Für den Fall, dass die Täter doch noch ermittelt werden sollten, verweist Kroll auf Paragraf 306 des Strafgesetzbuches. Dort heißt es unter anderem: „Wer fremde Wälder, Heiden oder Moore in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft. In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.“

Die Barmstedterin, die die Schäden dokumentiert hat, kann die Zerstörungswut immer noch kaum glauben: „Das sah dort so schön aus“, sagt sie. „Ich war schockiert.“

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