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Fokus liegt auf Familien und Senioren : Hallenbad fest in Handwerker-Hand

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umkleide- und Duschbereiche werden komplett umgestaltet und sollen barrierefrei sein

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 16:30 Uhr

Barmstedt | Es ist warm, es ist laut und es staubt: Im Barmstedter Hallenbad bleibt derzeit kaum ein Stein auf dem anderen. Seit Beginn der Sommerferien ist die „Badewonne“ fest in der Hand der Handwerker. Derzeit finden umfangreiche Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten statt – vor allem im Bereich der Umkleiden und Duschen. „Der Zeitplan ist extrem sportlich“, sagt Fred Freyermuth, Geschäftsführer der Stadtwerke Barmstedt. „Ob wir mit Ende der Sommerferien fertig werden, können wir noch nicht versprechen.“ Zu Beginn der Arbeiten war mit acht Wochen Umbauzeit gerechnet worden. Die Kosten belaufen sich auf 500.000 Euro, 150.000 Euro kommen als Zuschuss vom Land.

Von der Sanierung sollen hinterher vor allem Familien mit Kindern sowie Senioren profitieren. Die für die Besucher größten Veränderungen wird es daher im Duschbereich und bei den Umkleidekabinen geben. „Von den Duschen bis zu den Toiletten ist alles raus“, so Freyermuth. „In diesem Bereich werden alle Grundleitungen erneuert.“ Auch die Raumaufteilung soll verändert und barrierefrei gestaltet werden. „In den neuen Bereichen sind wir deutlich behindertengerechter“, sagt Freyermuth. Zwei Räume würden auf die Bedürfnisse von Müttern mit Kindern zugeschnitten werden. Hinzu sollen unter anderem rollstuhlgerechte Kabinen kommen, die auch für Menschen mit Rollatoren geeignet sind. Ebenfalls entfernt worden sind die alten Fliesen. Etwa 50 Tonnen Bauschutt hätten die Arbeiter nur mit Schubkarren aus dem Gebäude transportiert.

Umbau um Strom zu sparen

Im Keller tauschen die Stadtwerke währenddessen die Wasserleitungen aus. Zudem gibt es laut Freyermuth ein neues Lüftungskonzept und eine neue Steuerungsanlage, „um Strom zu sparen“, so der Geschäftsführer. Und auch die Beleuchtung im Hallenbad wird erneuert. Ein großes Lob spricht Freyermuth den beteiligten Unternehmen aus. „Wir haben viele Firmen aus der Umgebung beauftragt“, berichtet er. „Die Gewerke müssen sich untereinander abstimmen, das klappt gut.“

Veränderungen gibt es auch beim Kneipp-Becken. Vorgesehen ist dort laut Freyermuth eine bivalente Nutzung: Donnerstags und freitags soll das Becken nach wie vor als Kneipp-Becken genutzt werden. „Sonnabends und sonntags wird der Handlauf herausgenommen und warmes Wasser eingefüllt“, so Freyermuth. So könne man das Becken am Wochenende als Baby-Becken nutzen. „In der Grundrissgestalt haben wir es – denke ich – geschafft, beiden Zielgruppen gerecht zu werden“, so sein Fazit.

Trotz der Bauarbeiten ist das Baden in Barmstedt weiterhin möglich – direkt neben der „Badewonne“ im Strandbad am Rantzauer See. „Es läuft gut“, sagt Freyermuth. „Je besser das Wetter, desto mehr Gäste haben wir.“ Auch die Wasserqualität sei gut. Das Bad ist montags von 13 bis 19 Uhr – bei sehr gutem Wetter bis 20 Uhr – sowie dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 1,50 Euro; Kinder und Jugendliche zahlen einen Euro.

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