WVZV Rantzau : Hachmann übergibt Amt an Kroll

Der WVZV Rantzau hat einen neuen Vorsteher: Alveslohes Bürgermeister Peter Kroll übernahm vor wenigen Tagen das Amt von Willi Hachmann aus Bullenkuhlen.
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Der WVZV Rantzau hat einen neuen Vorsteher: Alveslohes Bürgermeister Peter Kroll übernahm vor wenigen Tagen das Amt von Willi Hachmann aus Bullenkuhlen.

Alveslohes Bürgermeister wird zum neuen Vorsitzenden des Wasserverteilungszweckverbands Rantzau gewählt.

shz.de von
17. Juli 2018, 16:00 Uhr

Hemdingen | Der Wasserverteilungszweckverband (WVZV) Rantzau hat einen neuen Vorsteher. Peter Kroll, Bürgermeister von Alveslohe und ehemaliger Stationsleiter der Polizei Barmstedt, wurde auf der konstituierenden Sitzung im „Hemdinger Hof“ zum neuen Verbandsvorsteher gewählt. Damit tritt er die Nachfolge des Bullenkuhleners Willi Hachmann an, der zehn Jahre lang das Amt ausübte. Die Vereidigung des neuen Vorstehers nahm der Hemdinger Bürgermeister Hans-Hermann Sass vor, der als ältestes Mitglied die Sitzung zu Beginn leitete. Dem Verbandsvorsteher zur Seite stehen die beiden Stellvertreter Michael Rosenthal aus Seeth-Ekholt und Reimer Offermann aus Heede.

Kroll nahm sich Zeit dafür, die Verdienste Hachmanns zu würdigen, „der eine unglaubliche Fülle an Ehrenämtern wahrnimmt“, wie er hervorhob. „Er ist immer im Einsatz.“ Der Bullenkuhlener Bürgermeister, der vor Kurzem auch erneut zum Amtsvorsteher des Amts Rantzau gewählt worden war, scheidet jedoch nicht völlig aus dem Verband aus. Er wirkt weiterhin im Vorstand mit und will dort seine Erfahrungen und sein umfangreiches Wissen einbringen.

„Ich habe nicht mehr für dieses Amt kandidiert, weil ich es nach zehn Jahren in jüngere Hände legen wollte“, erklärte Hachmann gegenüber dieser Zeitung. „Außerdem trage ich noch in anderen Ämtern Verantwortung – beispielsweise als Bullenkuhlener Bürgermeister, Amtsvorsteher des Amtes Rantzau und stellvertretender Verbandsvorsteher des Wasserförderverbandes Quickborn.“ Verabschiedet aus dem Verband wurden im Zuge der konstituierenden Sitzung in Hemdingen Bernd Sommer und Wilfried Gülck, die der Vereinigung fünf Jahre angehörten. Auch Langelns ehemaliger Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf war dabei. Er war 20 Jahre im Verband aktiv und wurde ebenfalls feierlich verabschiedet.

Außer den Wahlen standen noch weitere Punkte auf der Tagesordnung. So beschloss das Gremium einstimmig, im Zuge der Erneuerung der Regenwasserkanalisation in den Straßen Bahnhofstraße, Hörn und Hörntwiete in Alveslohe die Wasserversorgungsleitungen aus Asbestzement beziehungsweise PVC gegen Polyethylen-Leitungen auszutauschen. Die alten Leitungen waren in den 1980er-Jahren verlegt worden und entsprächen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Zudem seien sie störungsanfällig, wenn in unmittelbarer Nähe der Leitungen Tiefbauarbeiten ausgeführt werden. Hinzu kommt, dass nach den Planunterlagen der Trassenverlauf der Regenwasserkanalisation etwa in Höhe der Wasserversorgungsleitungen liegen wird. Das Projekt ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Finanzierung wird über Rücklagenmittel sichergestellt, die Maßnahme im Haushalt 2019 veranschlagt.

Die Versammlung sprach sich ebenfalls dafür aus, ein Büro zur Unterstützung bei der Erstellung der neuen Beitrags- und Gebührensatzung, hinzuzuziehen. „Dies ist ein komplexes Thema, bei dem wir geballten Sachverstand zu Hilfe nehmen sollten“, sagte Kroll. „Im nächsten Jahr wollen wir dann die neue Satzung auf den Weg bringen.“ Bis einschließlich dieses Jahr sollte es beim WVZV Rantzau keine Gebührenerhöhungen geben, der Preis pro Kubikmeter Wasser liegt bei einem Euro. Anschließend soll eine neue Beitrags- und Gebührensatzung aufgelegt werden, in deren Zuge es auch eine bedarfsgerechte Anpassung der Gebührenhöhe gebe, hieß es Ende des vergangenen Jahres.

Der WVZV hat acht Mitgliedsgemeinden. Dazu zählen Alveslohe (Kreis Segeberg), Bevern, Bilsen, Bullenkuhlen, Heede, Hemdingen, Langeln und Seeth-Ekholt. An das Leitungsnetz von insgesamt 126 Kilometern Länge sind 2282 Grundstücke angeschlossen.

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