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Barmstedt/Rantzau : Gute Jugendarbeit ist das Fundament

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Beim Nachwuchs sind die Feuerwehren in der Region gut aufgestellt. Diese Zeitung stellt während der kommenden Tage einzelne Brandbekämpfer vor.

Das Schicksal der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichstadt im Norden Schleswig-Holsteins hing im Oktober 2014 am seidenen Faden. Es fehlten Brandbekämpfer, die Zwangswehr drohte. Eine kurzfristige Werbekampagne rettete die Wehr im November. Von diesen Zuständen sind die Feuerwehren in der Region weit entfernt. 2013 hatten die Brandbekämpfer im Kreis Pinneberg 2614 Mitglieder, 2014 waren es 2628, berichtet Feuerwehrsprecher Michael Bunk (Foto). „Bei den Erwachsenen haben wir stabile Mitgliedszahlen mit kleinen Schwankungen“, sagt er. Das sei – wie am Beispiel Friedrichstadt zu sehen – nicht überall in Schleswig-Holstein so. Die positive Lage im Kreis sei vor allem auf die gute Jugendarbeit zurückzuführen. „Ein erheblicher Prozentsatz geht in die aktive Wehr“, so Bunk. Und weiter: „Die Neuen sind so gut, dass sie sofort einsatzfähig sind.“

2013 haben die Jugendwehren im Kreis Pinneberg 737 Mitglieder gehabt, darunter fast 200 neue, berichtet Bunk. „Die Zahlen sind nach wie vor gut und steigend.“ Als letzte Jugendfeuerwehr ist laut Kreisfeuerwehrverband (KFV) Pinneberg im Jahr 2012 die Jugendfeuerwehr Brande-Hörnerkirchen/Osterhorn gegründet worden. Somit seien alle Feuerwehren im Kreis an einer Jugendfeuerwehr beteiligt oder verfügen selbst über eine. Laut KFV ist das einmalig in Schleswig-Holstein.

Auch Beverns Wehrführer Stefan Timm, der für die Jugendwehr Rantzau-West zuständig ist, hebt die Bedeutung der Jugendwehren hervor. Sie seien zum einen Nachwuchsförderung, zum anderen auch Jugendarbeit, sagt er. „Die Jugendlichen werden dort ausgebildet, sollen aber auch Spaß haben“, so Timm. „Das steht im Vordergrund.“ Personell sei die Wehr gut aufgestellt: „Es verlässt immer ein Teil der Mitglieder altersbedingt die Wehr, es kommen aber immer wieder neue hinzu“, berichtet er.

Vor etwa zwei Jahren war die Jugendfeuerwehr Barmstedt/Rantzau aufgelöst worden, weil sie zu groß geworden war. An ihre Stelle traten die Jugendwehren Rantzau, Rantzau West und Barmstedt. „Das sind überschaubare Wehren, die Ausbilder können damit gut umgehen“, sagt der Beverner Wehrführer. Auch der persönliche Kontakt sei auf diese Art und Weise besser geworden. Für Jugendliche stünden die Türen der Jugendwehren immer offen: „Sie können jederzeit vorbeikommen und mitmachen“, sagt Timm.

In den nächsten Tagen wird diese Zeitung Brandbekämpfer aus der Region vorstellen. Sie erzählen von ihren Erlebnissen sowie Erfahrungen und berichten, warum sie sich für einen Dienst bei der Feuerwehr entschieden haben.

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erstellt am 22.Feb.2015 | 13:36 Uhr

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