zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

24. Oktober 2017 | 04:20 Uhr

Gut vorbereitet in die erste Klasse

vom

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Barmstedts Kindergärten und Grundschulen haben gestern ihre Zusammenarbeit noch einmal schriftlich bekräftigt: Die Leiter aller Einrichtungen unterzeichneten einen überarbeiteten Kooperationsvertrag. "Wir arbeiten schon seit 1991 zusammen, aber der letzte Vertrag war zehn Jahre alt und außerdem noch von den drei Schulleitern Walter Rossow, Christa Feldmann und Jörn Karnowsky unterschrieben, die mittlerweile in Pension sind", erklärte Heike Engel, Leiterin der Kita Rasselbande. In den aktuellen Vertrag wurde hinzugefügt, dass Erzieher in den Grundschulen hospitieren. "Bisher waren nur die Lehrer in den Kindergärten", so Engel.

Die Kooperation soll dazu dienen, den Kindern den Übergang zwischen Kita und Grundschule zu erleichtern. Die Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) betreut drei, die James-Krüss-Schule (JKS) zwei Kindergärten (einer davon ist der Beverner). Dazu besuchen die Lehrer die Kita-Kinder innerhalb eines Jahres sechs bis sieben Mal, bevor sie eingeschult werden. "Wir lassen sie zum Beispiel Aufgaben lösen, beobachten, wie sie sich in der Gruppe verhalten, wie sie sich ausdrücken können, und sprechen mit den Erziehern", berichtet Regina Knösel (GGS). "Dadurch erfahren wir, wie weit sie in ihrer Entwicklung sind und wo wir sie ,abholen müssen, wenn sie zu uns kommen." Eine Aufgabe, die nicht leichter geworden sei, wie Schulleiter Bernd Poepping feststellt. "Viele Kinder haben ,individuellere Probleme als früher. Darauf müssen wir reagieren." Bei sehr problematischen Fällen werde daher manchmal zusätzlich die Albert-Schweitzer-Schule (ASS, Förderzentrum) kontaktiert, ergänzt Ingrid Arispon Jimenez.

Für manche Kinder habe die enge Verzahnung zwischen Kitas und Schulen den Vorteil, "dass sie ihre Angst vor der Schule überwinden", sagt Knösel. "Sie haben dann schon mal eine Lehrerin gesehen." Und einen Klassenraum, denn auch ein Besuch bei den Erstklässlern gehört zum Programm. Bei den Eltern, die der Kooperation wegen der "Entwicklungsberichte" über ihre Kinder früher skeptisch gegenübergestanden hätten, seien Vorurteile abgebaut worden, sagt Andrea Reck (Kita Rasselbande). "Sie hatten Angst, dass ihr Kind von den Lehrern gleich in eine Schublade gepackt wird. Aber das hat sich gegeben, weil wir sie verstärkt in die Prozesse einbinden." Nicht zuletzt profitieren auch die Erzieher und Lehrer vom gegenseitigen Austausch. "Früher haben die Lehrer immer ein wenig auf uns heruntergeschaut. Jetzt begegnen wir uns auf Augenhöhe", sagt Adelheid Ritter (Kita Bahnhofstraße). Und das nicht nur bei Fachgesprächen, sondern auch bei "Feiern, Festen und Jubiläen".

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen