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Barmstedt : Grundschüler wünschen sich mehr Platz zum Toben

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kinder- und Jugendforum: Hütte am See wird trotz Graffiti gut angenommen.

Barmstedt | Themen rund um Schulen und Spielplätze haben am Mittwoch die Teilnehmer des Barmstedter Kinderforums beschäftigt, die Hütte am Rantzauer See war das Hauptthema im anschließenden Jugendforum. Politiker der örtlichen Parteien sowie Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB), Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos), ihr Stellvertreter Ernst-Reimer Saß (CDU) sowie Eckehardt Schumann als Jugendsachbearbeiter der Polizei nutzten die Veranstaltung, um sich die Wünsche, Kritik und Anregungen der Jugend anzuhören.

So bemängelten die Kinder die schmutzigen und teils beschädigten Toiletten im Gebäude A der Grund- und Gemeinschaftsschule. Torge ärgerte sich, dass die Schüler vom Gebäude B einen zu kleinen Pausenhof haben. „Wir sind 214 Kinder und drängeln uns um das Kunstwerk“, klagte er und schlug vor: „Der neue Parkplatz ist fertig, warum kann der alte nicht für Autos gesperrt werden, so dass wir darauf spielen können?“ Die Kritik über zu wenig Pausenplatz kannten die Politiker bereits vom vorigen Kinderforum. Sie versprachen, sich kurzfristig um eine Lösung zu bemühen.

Die Kinder wiesen auch darauf hin, dass die Überdachung der Fahrradständer löchrig sei und die Räder bei Regen nass würden. Sie vermissen zudem ein Klettergerüst auf dem Platz hinter der kleinen Turnhalle. Dafür gebe es eine schnelle Lösung, erwiderten die Politiker: Das Gerüst vom ehemaligen Spielplatz an der Schule sei eingemottet und könne wieder aufgestellt werden. Allerdings sei es doof, meinten die Schüler, dass der Spielplatz nachmittags abgeschlossen ist. Auch das werde geklärt, versprachen die Zuhörer.

„Was kommt eigentlich in den alte Rewe?“ wollten die Kinder wissen – und hatten gleich einen Vorschlag: „Eine Bowlingbahn.“ Das Gebäude sei in Privathand, erklärten die Politiker. Ein weiterer Wunsch war, das Hallenbad in allen Ferien zu öffnen.

Die Jugendlichen hatten andere Probleme – etwa mit dem Bolzplatz im Krückaupark. Dort säßen ältere Menschen, die Alkohol trinken würden, und es lägen Scherben und Flaschen herum. „Ich mag mit meiner kleinen Schwester gar nicht mehr dort spielen gehen“, sagte ein Mädchen.

Hauptthema war die Holzhütte am See, auf der seit einiger Zeit ein Graffiti prangt. Ortwin Schmidt (CDU) schlug vor, die Malerei in einer gemeinsamen Aktion zu entfernen. „Wenn das weggemacht wird, ist es nach kurzer Zeit wieder da, und außerdem sieht es doch ganz hübsch aus“, meinten die Jugendlichen. Schumann erklärte, dass Jugendliche eine andere Sicht auf Farben und Formen als Erwachsene hätten, und appellierte: „Lasst der Jugend dieses Farbenspiel. Es beeinträchtigt in keiner Weise das Verweilen jeglicher Altersgruppen in der Hütte.“ Wichtig sei doch, dass der Unterstand als Platz der Begegnung angenommen werde, und dass der Vandalismus dort nicht so schlimm sei, wie befürchtet wurde. Dass die Hütte ein Erfolg sei, bestätigten alle Politiker.

Die Kritik und die Anregungen der Kinder und Jugendlichen würden schriftlich beantwortet, versicherten sie. Darüber hinaus würden sie die Kritikpunkte, die die Schule betreffen, mit Rektor Bernd Poepping besprechen.

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erstellt am 14.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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