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Schwerlastverkehr in Barmstedt : Grüne: Kuhberg für Lkw sperren

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Politik sieht kaum Möglichkeiten, um die Situation in der Innenstadt zu entschärfen. Eine „Umverteilung ist schwierig“.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Barmstedt | Um die Barmstedter Innenstadt vom Lkw-Verkehr zu entlasten, sollte der Kuhberg gesperrt werden. Das haben die Grünen vorgeschlagen. „Zunächst könnte man es probeweise für zwei Jahre machen und gucken, wie sich der Verkehr entwickelt“, sagte Marina Quoirin-Nebel (Grüne) im jüngsten Bauausschuss. Bei den anderen Fraktionen fiel die Idee nicht jedoch auf fruchtbaren Boden. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich durch eine solche Sperrung etwas ändert“, erwiderte Ernst-Reimer Sass (CDU). Das Problem sei, dass die Lkw-Fahrer von ihren Navigationsgeräten durch die Stadt gelenkt würden. „Die nehmen den kürzesten Weg und kümmern sich nicht um Verbotsschilder. Aber wenn sie wüssten, was sie hier erwartet, würden sie hier nicht durchfahren“, war er überzeugt.

Auch Axel Schmidt (FWB) hielt nichts von einer Sperrung. „Das würde nur Unzufriedenheit schüren, weil der Verkehr sich andere Wege suchen würde“, sagte er. In der Folge würden „diejenigen stärker belastet, die heute in einer ruhigen Ecke wohnen – und die würden es als viel schlimmer empfinden als die, die den Verkehr heute schon vor der Tür haben. Die haben sich mal darauf eingelassen und sind es gewöhnt.“ Und „wegzaubern“, so Schmidt, „werden wir den Lkw-Verkehr nicht können“. Barmstedt habe Hauptverkehrsstraßen, die dazu gedacht seien, den Lkw-Verkehr aufzunehmen.

Die Lösung des Problems könne nicht sein, „dass jeder ein bisschen was abkriegt“, sagte auch Annette Bremer-Wilms (SPD). „Die einzige Möglichkeit, die wir sehen ist, dass die Meierei-Lkw die K  2 von Norden aus nutzen.“ Man könne die Lkw „nicht durch die Redderlohe oder die Neue Straße schicken“, ergänzte Ortwin Schmidt (CDU). Barmstedt habe mit der L75 auch eine Umgehungsstraße im Süden, „die der Innenstadt schon viel Verkehr abgenommen hat. Aber der Rest, der in die Stadt muss, muss da halt durch“.

Das „Ei des Kolumbus“ werde man nicht finden, räumte Quoirin-Nebel ein. „Aber an einer gerechteren Verteilung sollten wir schon arbeiten.“ Zumal der Kuhberg für Schwerlastverkehr nicht geeignet sei. „Es muss ständig das Pflaster repariert werden.“ Der Kreis habe sich „gut durchdachten Pilotprojekten“ zur Verkehrslenkung und -beruhigung gegenüber aufgeschlossen gezeigt, sagte sie. „Und andere Städte haben auch Lösungen gefunden.“ Fakt sei, dass „Barmstedt ein Lkw-Problem hat“. Das noch zunehmen werde, wie Stephan Ritter (SPD) prophezeite. „Es scheint jetzt schon mehr Verkehr zu sein wegen der A7-Baustelle. Wir brauchen deshalb schnell ein Konzept, das zum Beispiel Einbahnstraßen oder Verbote für Lkw vorsieht.“ Beschluss: Die Fraktionen sollen intern darüber beraten.

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