zur Navigation springen

Ohne Rücksicht, Moral und Anstand : Großes Stockcar-Rennen in Langeln

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Beim Stockcar-Rennen drängelten 63 Schrottkisten-Rowdys um den Sieg. Rekordmarke geknackt. 1000 Zuschauer begeistert.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2015 | 12:30 Uhr

Langeln | Wo normalerweise Pfauenaugen und Zitronenfalter flattern und die Natur mit sich in Einklang lebt, brach am Sonnabend die PS-Hölle auf der Privatkoppel von Patrick Kühn aus, auf der sich beim sechsten Stockcar-Rennen zu allem entschlossene Piloten gnadenlose Wettkämpfe in schrottigen Autos lieferten. Die Straßenverkehrsordnung galt nicht, ebenso wenig Rücksicht, Moral und Anstand. Es war der Tag der erbarmungslosen Rambos, der Drängler und Schubser, der Verkehrsrowdys, die nur eines kannten: die Konkurrenz mit allen Mitteln ausschalten.

So war es kein Wunder, dass es ständig krachte und schepperte, hier ein Wagen liegen blieb, dort ein anderer bedenklich qualmte. Mächtige, PS-starke Trecker standen bereit, um Verkehrshindernisse auf die Gabel zu nehmen und aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Immer wieder starteten Pulks schrottreifer, beim Tüv chancenloser Autos, um über die Rennstrecke zu preschen, wobei sie dichte Staubwolken aufwirbelten. In das Aufheulen der „gequälten“ Motoren mischten sich Lautäußerungen der Zuschauer, die das packende Geschehen widerspiegelten.

Stockcar in Langeln – das ist ein weit über die eng gesteckten Grenzen der Gemeinde ausstrahlendes und bereits Kultcharakter genießendes Superevent. Mehr als 1000 Zuschauer, über den Tag verteilt, verfolgten es – und waren hellauf begeistert.

Mittendrin im Geschehen: der Vorsitzende des Vereins „Stockcar-Rennen Langeln“, Patrick Kühn. Er äußerte sich zufrieden über den Verlauf der Veranstaltung und wies darauf hin, dass in diesem Jahr ein Rekord gebrochen wurde. „Wir haben erstmals die 60-Teilnehmer-Marke geknackt“, erklärte er stolz. Sie kamen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern und starteten in fünf Klassen.

Zu guter Letzt maßen sich die „Überlebenden“ im Zerstörungslauf, der dem Sieger einen Gutschein für eine Tätowierung einbrachte. Für die Besten gab es Pokale und Sachpreise. Natürlich galten bei diesem Rambo-Rennen mit den zahlreichen, absichtlichen Zusammenstößen besondere Sicherheitsvorschriften. Am Rande der Rennbahn standen Feuerwehr und Sanitätsdienst bereit, um im Ernstfall sofort einzugreifen.

Miniklasse: Michael Göhrung, Hemdingen
Kleine Klasse: Henrick Hachmann, Heede
Mittlere Klasse: Philipp Stieboldt, Klein Nordende
Große Klasse: Lasse Dibbern, Elmshorn
Monster-Klasse: Michael Janssen, Nahe
Zerstörungslauf: Tobias Block, Elmshorn
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen