Brande-Hörnerkirchen : Glockenstuhl kostet 100.000 Euro

Sie kämpfen für eine neue Orgel: Pastor Ulrich Palmer (4. von links) mit den Gemeinderatsmitgliedern Dirk Salehi-Jens (von links), Simone Klütz, Thekla Gaden, Ute Pump und Yvonne Krüger.
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Sie kämpfen für eine neue Orgel: Pastor Ulrich Palmer (4. von links) mit den Gemeinderatsmitgliedern Dirk Salehi-Jens (von links), Simone Klütz, Thekla Gaden, Ute Pump und Yvonne Krüger.

Christusgemeinde: Zwei Kirchen müssen saniert werden. Allein in Hörnerkirchen werden 200.000 Euro benötigt.

shz.de von
15. Juli 2018, 14:30 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | Die Christus-Kirchengemeinde Hörnerkirchen/Hohenfelde benötigt Geld. Viel Geld. Für ihre beiden Gotteshäuser in Hohenfelde und Hörnerkirchen. Die Kirchen bilden seit Jahrhunderten den sichtbaren Mittelpunkt des Ortes. Doch nun nagt der Zahn der Zeit an dem Gebäudeensemble. „Wir haben gleich drei große Baustellen“, sagt Architekt und Kirchengemeinderatsmitglied Dirk Salehi-Jens. In Hohenfelde stehe die Sanierung des Kirchturms an, in Höki die Instandsetzung des Glockenstuhls und die Restaurierung der Orgel.

Allein in Hörnerkirchen werden für die Instandsetzungsmaßnahmen etwa 200 000 Euro benötigt. Jeweils 100 000 Euro für den Glockenstuhl und 100 000  Euro für die Orgel. Viel Geld, insbesondere, da ein erheblicher Teil durch Eigenmittel aufgebracht werden muss. Bei der Orgel rechnet Pastor Ulrich Palmer mit mindestens 50 000 Euro, hinzu sollen Zuschüsse kommen, so etwa vom Kirchenkreis und der Stiftung Orgelklang. „Da haben wir gerade den entsprechenden Antrag gestellt“, sagt Palmer. Die Orgel wurde einst von der Firma Sauer in Frankfurt/Oder gebaut. Das Besondere: Der Spieltisch liegt auf der dem Orgelwerk gegenüber liegenden Empore, was eine elektropneumatische Übertragung erfordert.

Sichtbar ihre Spuren hat die Zeit am Glockenstuhl hinterlassen. Schon im vergangenen Jahr wurde bemerkt, dass eine der Streben „angemorscht war“, wie es Salehi-Jens ausdrückt. Bei einer näheren Untersuchung stellte man fest, dass das ganze Gerüst einer Sanierung bedarf. Nachdem der Durchgang des Glockenstuhls im Mai sogar kurzfristig gesperrt werden musste, erfolgte eine Notreparatur. Seither werden die alten Balken durch neue Hölzer stabilisiert. Von 2019 bis 2021 soll der Glockenstuhl in drei Bauabschnitten saniert werden. Allein für die erste Phase werden etwa 40 000 Euro benötigt. „Dabei wollen wir die Seiten des Durchgangs erneuern“, verrät Salehi-Jens. Erste Angebote würden bereits vorliegen. „Doch hier in der Region gibt es nicht viele geeignete Zimmerleute.“

Zum Glück sind die beiden Glocken im Glockenstuhl heil. „Dafür gibt es sogar einen Wartungsvertrag“, verrät Pastor Palmer. Geläutet werden die Glocken immer sonnabends um 18 Uhr, sowie sonntags um 8 Uhr und zum Beginn der Gottesdienste. „Außerdem zu Anlässen wie Beerdigungen und Hochzeiten.“ Die kleinen Glocken im eigentlichen Kirchturm würden nur regelmäßig die Uhrzeit verraten. Beide Projekte, Orgelrestaurierung und Glockenstuhlsanierung würden „jetzt so richtig anlaufen“, kündigt Salehi-Jens an. Wer spenden möchte oder weitere Informationen wünscht, kann sich unter der Telefonnummer (0 41 27) 3 78 ans Kirchenbüro wenden. Für die Orgel gibt es bereits ein Spendenkonto: KG Hohenfelde-Hörnerkirchen, IBAN: DE80 2219 1405 0023 4382 70. Verwendungszeck: „Orgel Hörnerkirchen“.

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