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Das war der Chaostag in Groß Offenseth : Gleich zwei schwere Unfälle hielten die Einsatzkräfte in Atem

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ein Mann stirbt bei einem Frontalzusammenstoß auf der Hauptstraße. Hoher Sachschaden nach Crash auf der Kreuzung.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 11:30 Uhr

Gross Offenseth-Aspern | Als die Feuerwehr Groß Offenseth-Aspern gestern Nachmittag um kurz nach 14.30 Uhr zu einem schweren Unfall auf der Hauptstraße gerufen wird, ist es für sie bereits der zweite Einsatz an diesem Tag. Bereits zwischen 11 und 12 Uhr hatte es an der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße/K18 einen Unfall gegeben, bei dem laut Polizei zwei Menschen leicht verletzt worden waren. Ein Auto war dort mit einem Lkw einer Westerhorner Firma zusammengestoßen.

Wie Polizeisprecherin Silke Westphal mitteilte, hatte eine Fiesta-Fahrerin, die auf der K  18 aus Richtung Lutzhorn kam, am Stopp-Schild erst vorschriftsmäßig gehalten. Dann sei sie plötzlich in die Kreuzung gefahren, um nach links auf die Hauptstraße in Richtung Barmstedt abzubiegen. Ein Lkw-Fahrer, der aus Richtung Brande-Hörnerkirchen kam, erfasste den Fiesta am rechten Kotflügel. Die beiden Insassen wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Am Fiesta entstand ein Schaden von 10.000 Euro, am Lastwagen von 3000 Euro. Laut Westphal hatten die beiden Autoinsassen viel Glück. Die Feuerwehr Groß Offenseth streute die ausgelaufenen Betriebsstoffe ab.

Um kurz nach 14.30 Uhr folgte dann der nächste Einsatz auf der Hauptstraße – nur wenige hundert Meter von der Kreuzung entfernt. Ein schwarzer Opel und ein blauer Mercedes-Transporter waren frontal zusammengestoßen. Einsatzleiter Björn Mohrdieck war einer der ersten Einsatzkräfte vor Ort. Schon beim Eintreffen hätten ihm Ersthelfer berichtet, dass der Fahrer des Opel keinen Puls mehr habe. „Wir haben dann per Crash–Rettung sofort die Tür herausgenommen.“ Auch die Wehr aus Barmstedt sei alarmiert worden, um eine zweite Schere und einen zweiten Spreizer am Unfallort vorzuhalten. „Es ist ein sehr belastender Einsatz“, so Mohrdieck. Die Hauptstraße war bis etwa 17 Uhr gesperrt. Ein Gutachter untersuchte die Unfallstelle.

Mann stirbt bei Frontalcrash

Bei dem Frontalzusammenstoß auf der Hauptstraße (L112) in Groß Offenseth-Aspern war ein 45-Jähriger aus dem Kreis Steinburg ums Leben gekommen. Wie die Polizei berichtete, war der Mann mit seinem Opel Zafira aus bislang ungeklärter Ursache im  Zuge einer leichten Rechtskurve plötzlich in den Gegenverkehr geraten. Dort stieß er mit dem Mercedes Transporter einer 57 Jahre alten Frau aus Quickborn zusammen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Frau wurde schwer verletzt.  Eine Anwohnerin erlitt  nach Informationen dieser Zeitung einen Schock. Während der Unfallaufnahme war die Hauptstraße für etwa drei Stunden gesperrt.

Der Fahrer des Opel Zafira mit Schweizer Kennzeichen war auf der L112 in Richtung Brande-Hörnerkirchen unterwegs. Die Transporter-Fahrerin  befand sich auf dem Weg nach Barmstedt. Wenige hundert Meter vor der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße – an der es bereits am Morgen einen Unfall gegeben hatte – krachten die  Autos um kurz nach 14.30 Uhr in Höhe der Hausnummer 32 ineinander. An der Unfallstelle gilt Tempo 70.

Die Polizei sucht nun zur Klärung der Unfallursache dringend Zeugen. Insbesondere wird der Fahrer eines Autos gesucht, das zum Unfallzeitpunkt vor dem Opel fuhr. Er wird gebeten, sich unter 04123-684080 umgehend bei der Barmstedter Polizei zu melden. Die Feuerwehren aus Groß Offenseth-Aspern und Barmstedt waren mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Zudem waren Polizei, mehrere Rettungswagen und der Notarzt im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe schickte einen Gutachter an die Unfallstelle.

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