zur Navigation springen

Harter Wettkampf in der Wüste : Gerrit Feddern aus Barmstedt kämpft gegen die besten Feuerwehrleute der Welt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Barmstedter Gerrit Feddern ist bei der World Firefighter Challenge in Abu Dhabi angetreten.

Barmstedt/Abu Dhabi | Seine Arbeitszeit verbringt Gerrit Feddern meist auf hoher See: Der 26-jährige Barmstedter ist Offshore-Techniker für Windenergieanlagen. Jetzt war er eine Woche lang in der Wüste: als Teilnehmer der World Firefighter Challenge in Abu Dhabi. Mehr als 300 Feuerwehrleuten aus aller Welt kämpften dort vom 15. bis zum 17. März um insgesamt 160.000 Dollar Preisgeld. „Wir haben davon leider nichts abbekommen“, sagt Feddern, der beim Einzel-, Tandem- und Staffellauf antrat. „Gegen die Weltelite hatten wir keine Chance.“

Bei der World Firefighter Challenge treten Feuerwehrleute aus der ganzen Welt gegeneinander an. Folgende Aufgaben müssen die Starter in voller Montur und mit Atemschutzgerät bewältigen: Einen 20 Kilogramm schweren Schlauch über eine Treppe in zwölf Meter Höhe schleppen, dann einen 20-Kilo-Schlauch nach oben ziehen. Zurück auf dem Boden ein 72-Kilo-Gewicht über mehrere Meter schlagen, dann 50 Meter Slalom laufen. Dann ein simuliertes Feuer löschen und schließlich einen 80-Kilo-Dummy über 30 Meter schleppen.

Die Bedingungen seien angenehm gewesen, sagt Feddern: „Die Temperaturen lagen zwischen 30 und 35 Grad. Das war für die dortigen Verhältnisse noch relativ kühl.“ Ihm habe aber eine Erkältung zu schaffen gemacht, bedauert er – und beim Einzelwettkampf habe er zudem Probleme mit dem Atemschutzgerät gehabt. „Das hat mich 25 Sekunden gekostet.“ Insgesamt habe er für den Parcours 2:28 Minuten benötigt. „Der Weltrekord liegt ungefähr bei 1:16 Minute.“ Der Tandemlauf sei besser gelaufen, so Feddern. „Dafür konnten wir zwar die Flaschenübergabe nur einmal proben, aber am Ende sind wir von 100 Teams im Mittelfeld gelandet.“ Beim Staffellauf reichte es für Platz 24 von 40 Teams.

Der Wettkampf habe in einem Innenhof neben einer Zivilschutzmesse stattgefunden, sagt Feddern. „Zur Belustigung der Scheichs“ – die den Teilnehmern auch die Hotelkosten erstattet hätten. „Das war natürlich super.“ Zusammen mit Christian Schütt aus Mollhagen (Kreis Stormarn) nahm Feddern nicht nur den Wettkämpfen teil, sondern erkundete in der verbleibenden Zeit die Umgebung. „Christian hat da mal zwei Jahre gearbeitet und kannte vieles“, so Feddern, der feststellte: „Die bauen da wie die Verrückten.“ Auch die „gigantischen Shoppingmalls“ und der höchste Wolkenkratzer der Welt – das Burj Khalifa in Dubai – hätten sie beeindruckt.

Um sich auf den internationalen Wettkampf in der Wüste vorzubereiten, hatte Feddern zwei Mal pro Woche trainiert. „Kraft und Ausdauer.“ Seine persönliche Bestzeit liege bei 2:14 Minuten, sagt er. „Für die Qualifikation muss man unter 2:30 Minuten bleiben.“ Als nächstes will er am 16. April beim Treppenlauf in Berlin antreten. „Da kommen auch vier Barmstedter Kameraden mit.“ Im Mai will er bei der „Toughest Firefighter Alive“ in Mönchengladbach starten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Mär.2016 | 12:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen