Amt Hörnerkirchen : Gemeindevertreter aller vier Hörner-Dörfer bei gemeinsamer Tagung

Imme Lindemann, Mitarbeiterin  im Itzehoer Büro der Region Nord und dort verantwortlich für die neu einzuwerbenden Projekte des Auenlands, stellte den Gemeindevertretern die aktuellen Richtlinien vor.
Imme Lindemann, Mitarbeiterin im Itzehoer Büro der Region Nord und dort verantwortlich für die neu einzuwerbenden Projekte des Auenlands, stellte den Gemeindevertretern die aktuellen Richtlinien vor.

Im Fokus standen die Aufhebung des gemeinsamen Flächennutzungsplans.

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10. Juni 2015, 16:00 Uhr

Barmstedt | Selten hat man im Norden des Kreises Pinneberg so viele Gemeindevertreter zur selben Zeit an einem Ort gesehen wie vor Kurzem im Westerhorner Lindenhof. Die Gemeindevertreter aller vier Hörner-Dörfer tagten gemeinsam, weil einige Themen nur in großer Runde abgearbeitet werden konnten. Im Fokus standen die Aufhebung des gemeinsamen Flächennutzungsplans – dem die Kommunalpolitiker zustimmten – sowie die neue Förderperiode der Aktivregion Holsteiner Auenland.

Schon bald Geschichte sein soll der gemeinsame F-Plan der vier Gemeinden Bokel, Brande-Hörnerkirchen, Oster- und Westerhorn, der seit den 70er-Jahren besteht. Die Wünsche aller vier Dörfer unter einen Hut zu bekommen, sei schon „ein Zeitproblem“, erklärte Amtsvorsteher Bernd Reimers. Nun soll das „sehr aufwändige Verfahren“ vereinfacht werden, indem die vier Orte „unter Berücksichtigung der bisherigen zwölf Flächennutzungsplanänderungen“ zu jeweils eigenen F-Plänen zurückkehren wollen.

Der entsprechende Antrag soll in Kiel eingereicht werden, sobald die zwölfte Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes des Amts Hörnerkirchen genehmigungsreif ist. Sämtliche Lokalpolitiker der vier Dörfer stimmten diesem Vorgehen zu.

Imme Lindemann, Mitarbeiterin im Itzehoer Büro der Region Nord und dort verantwortlich für die neu einzuwerbenden Projekte des Auenlands, stellte den Gemeindevertretern die aktuellen Richtlinien vor. „Die Region im Mittelpunkt“ heißt das Motto der auf sieben Jahre angelegten Förderperiode. Fünf sogenannte „Kernthemen“ stehen dabei im Mittelpunkt. Unter anderem können Gemeinden – aber auch Privatleute – Zuschüsse für Projekte beantragen, die thematisch unter Schlagworte wie „Land- und Naturerlebnis“, „Ortskernerlebnis“ oder „Starke Gemeinschaft“ fallen.

2,86 Millionen Euro sind im Fördertopf. „Das ist etwa doppelt so viel wie zuletzt“, so Lindemann. Ausgewählte Projekte werden mit 40 bis maximal 80 Prozent bezuschusst, wobei die Obergrenzen bei 50.000 Euro beziehungsweise bei 100.000 Euro für besonders herausragende Projekte liegt. Über die Vergabe entscheidet der 19-köpfige Projektbeirat, Bewilligungsbehörde ist das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit Sitz in Itzehoe. Wichtig ist für alle Antragsteller: Ihre Projekte dürfen sich noch nicht in der Umsetzungsphase befinden, hieß es.

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