Amt Rantzau : Gemeinden erschließen Bauland

Nicht mehr lange, dann geht es los:  Bokholt-Hanredders Bauausschussvorsitzende Katrin Schrade zeigt die Fläche für das Neubaugebiet Eichenring in Offenau, wo in diesem Jahr die Erschließungsarbeiten starten sollen.
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Nicht mehr lange, dann geht es los: Bokholt-Hanredders Bauausschussvorsitzende Katrin Schrade zeigt die Fläche für das Neubaugebiet Eichenring in Offenau, wo in diesem Jahr die Erschließungsarbeiten starten sollen.

Übersicht für das Amt Rantzau: Das planen die zehn Kommunen in 2018.

shz.de von
10. Januar 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | Von Neubaugebieten bis hin zu Feuerwehrfahrzeugen und Bauprojekten: Die Gemeinden des Amts Rantzau wollen in diesem Jahr zahlreiche Projekte verwirklichen. Zudem wird es eine Veränderungen in der Kommunalpolitik geben. Wir geben einen Überblick.

Langeln

Langelns Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf freut sich, dass im vergangenen Jahr das neue Feuerwehrhaus  fast  fertig gestellt wurde und der Ankauf für neues Bauland getätigt werden konnte. Mit Blick auf 2018   weist er darauf hin, dass die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss für ein neues Gewerbegebiet gefasst habe. Veränderungen wird es voraussichtlich nach der Kommunalwahl im Mai geben: Für eine weitere Amtsperiode als Bürgermeister stehe er nicht zur Verfügung, so Fuhlendorf. „Ich werde im März 80 Jahre alt und denke, dass das eine Grenze darstellt“, sagt er.  Für das neue Jahr wünsche er sich mehr Ehrlichkeit und ein friedliches Miteinander der Menschen – insbesondere auch in den Familien.

Heede

Das wichtigste Projekt in der Gemeinde Heede war 2017 laut Bürgermeister Reimer Offermann die Wiederherstellung der Gemeindestraßen im Zuge der Bauarbeiten an der L 75. „Jetzt geht es darum, den Radwanderweg zwischen Barmstedt und Langeln zu realisieren“, ergänzt er. Was seine eigene politische Zukunft betreffe, so sei er durchaus bereit, noch einmal als Bürgermeister anzutreten – wenn man ihn vorschlage.

Hemdingen

Hans-Hermann Sass, Bürgermeister von Hemdingen, freut sich darüber, dass sämtliche Grundstücke im Neubaugebiet Moortwiete 2017 verkauft werden konnten. Die Hälfte der Gebäude sei bereits bezogen. „Im laufenden Jahr soll dort alles nach Möglichkeit fertig gestellt werden“, so der Bürgermeister. Des Weiteren sei 2017 für das Gewerbegebiet Ohlenkamp die Auftragsvergabe für die Erschließungsarbeiten erfolgt, am 11. Januar würden die Grundstücke vergeben. Wenn die Roherschließung durchgeführt sei, könne mit den privaten Bauvorhaben begonnen werden. Erworben hat die Gemeinde zudem eine etwa 1,5 Hektar große Fläche für ein neues Wohngebiet. Sass ist bereits seit mehr als 21 Jahren im Amt – und er will es noch einmal wissen: Er stellt sich wieder zur Wahl. Besondere Vorsätze für das neue Jahr habe er nicht. Er bemühe sich so wie seit jeher, das umzusetzen, was er sich vorgenommen habe.

Bevern

Auch in Bevern geht es um ein Bauprojekt: Beim Neubaugebiet  in der Gemeinde  mit insgesamt fünf Grundstücken ist die Planungsphase beendet. „Nun kann mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden“, sagt Bürgermeister Johann Hachmann. Zudem sei ein weiteres Wohn- und Gewerbegebiet mit je zehn Grundstücken in Richtung Norden/Barmstedt geplant. Es umfasse etwa 2,2 Hektar. Sein Amt als Bürgermeister möchte Hachmann fortführen – „wenn man mich will“, wie er lächelnd betont. Besondere Schwerpunkte setze er 2018 nicht: Er wolle sich um die wichtigen Dinge kümmern. Was ihn selbst betrifft, so wünsche er sich weniger Stress und die Fähigkeit, die Pausen mehr zu genießen, um gesund zu bleiben.

Ellerhoop

Für die Gemeinde Ellerhoop sei 2017 ein sehr positives Jahr gewesen, so Bürgermeisterin Wiebke Uhl. „Bauplätze konnten vergeben werden, die Steuereinnahmen waren gut und dadurch ist die Finanzlage nicht angespannt“, sagt sie. Zudem habe die Gemeinde die Ausrüstung der Feuerwehr modernisiert, indem sie zwei neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft habe. Auch der Bauantrag für einen neuen Kindergarten wurde gestellt. Aber: Da die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn noch nicht erteilt sei, habe in 2017 noch nicht mit den Bauarbeiten begonnen werden können. „Auf Kreisebene wünsche ich mir eine bessere und schnellere Unterstützung unserer Projekte“, sagt Uhl. „Auf Landesebene erwarte ich, das die Regierung uns, die kleinen Gemeinden, besser unterstützen.“  Zur Bürgermeisterwahl werde sie  wieder  antreten. „Da zwei Parteien sich für weitere fünf Jahre  mit genügend Mitgliedern der Verantwortung stellen, sehe ich uns gut aufgestellt.“

Groß Offenseth-Aspern

Thema in Groß Offenseth-Aspern ist laut Bürgermeister Werner Schlüter das angestrebte gemäßigte Bevölkerungswachstum und die Ansiedlung von Gewerbe. Beides will die Gemeinde durch ein entsprechendes Angebot an Baugrundstücken erreichen. Aktuell wird das Gebiet am Tannenhof erschlossen. Dort sollen vier Wohn- und ebenso viele Gewerbegrundstücke entstehen. Die Arbeiten liegen in den letzten Zügen. Nachdem zwei Gewerbegrundstücke bereits vergeben wurden, erfolgt die Vergabe der restlichen Grundstücke in diesem Jahr. Zudem wartet der Bürgermeister auf den anstehenden Breitbandausbau. Ob er wieder zur Wahl antrete, sei noch nicht sicher. Er tendiere aber zu einem „Ja“. Große Projekte stünden in der Gemeinde in diesem Jahr nicht an. „Ich werde mich – wie bisher – um das Wohlergehen der Bürger kümmern, das ist meine Aufgabe“, sagt Schlüter.

Lutzhorn

Die Gemeindevertretung Lutzhorn hat im vergangenen Jahr den F- und B-Plan für das Baugebiet Lindenweg angeschoben, wie Bürgermeister Hans-Jürgen Kublun berichtete. In dem Gebiet sollen zwölf Einzelhäuser mit einer Grundstücksgröße von etwa 1000 Quadratmetern entstehen. Bis Mitte dieses Jahres ist die Planungsphase voraussichtlich beendet, anschließend beginnen die Erschließungsarbeiten. Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnte der Endausbau für das Neubaugebiet Buchenweg aber nicht erfolgen. Das soll laut Kublun nun nachgeholt werden. Auf dem Zettel hat der Bürgermeister auch die Pflege von Straßen, Wegen und Gräben. Ob er noch einmal zur Bürgermeisterwahl antrete, stehe noch nicht fest. „Die Entscheidung fällt am 11. Februar auf der Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl“, so Kublun. Er halte es für wichtig, stets ein offenes Ohr für die Bürger zu haben, damit keine Streitigkeiten in einer überschaubaren Gemeinde wie Lutzhorn entstünden.

Bullenkuhlen

In Bullenkuhlen sind laut Bürgermeister Willi Hachmann 2017 die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet am Kreuzrebenbach beendet worden. Ende des Jahres hatten bereits sieben Grundstückseigentümer mit dem Bau ihrer Häuser begonnen. Fertiggestellt sei die Kläranlage, die nun in Betrieb genommen werden könne sowie eine Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet. 15 der insgesamt 16 Grundstücke sind vermarktet worden, ein Grundstück wird für bauwillige Bullenkuhlener freigehalten. Zu den wichtigen Projekten im noch jungen Jahr zählt außer der Weiterentwicklung des Baugebiets auch die Versorgung mit schnellem Internet. „Wir sind ein wenig angesäuert, weil Land und Bund große Hürden aufstellen“, so Hachmann. Voraussichtlich im Frühjahr soll das Projekt nun in die nächste Phase gehen. Hachmann stellt sich noch einmal als Bürgermeister zur Wahl – „nicht zuletzt, um die Baugebiete zu Ende zu bringen“, wie er unterstreicht.

Bokholt-Hanredder

In der Gemeinde Bokholt-Hanredder stand 2017 die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Neubaugebiet am Eichenring und die Erschließungsplanung an. Zudem wurde ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr bestellt, das in diesem Jahr ausgeliefert wird. „Jetzt ist es wichtig, eine Gemeindevertretung zusammen zu bekommen, die auch die Bevölkerung widerspiegelt“, unterstreicht die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Weihrauch-Lenz. Um weitere Kandidaten zu finden, die sich zur Wahl stellen und in den Ausschüssen mitarbeiten, ist für Freitag, 12. Januar, 19 Uhr, eine Einwohnerversammlung im „Bürgerhaus“ einberufen worden. In diesem Jahr sollen laut Weihrauch-Lenz die Erschließungsarbeiten und der Verkauf der Grundstücke im Eichenring vorangetrieben und mit der Bebauung begonnen werden. Einen Sanierungsstau gebe es bei den öffentlichen Gebäuden, den es nun nach und nach zu beseitigen gelte. In Ordnung gebracht werde die Straßenbeleuchtung – insbesondere in der Bahnhofstraße. „Ich möchte zudem ein Dorfentwicklungskonzept auf den Weg bringen“, fügt die stellvertretende Bürgermeisterin hinzu.

Bilsen

Die Gemeinde Bilsen habe im vergangenen Jahr für die Oberflächenentwässerung im Mühlenweg eine Lösung gefunden. Im Neubaugebiet Klosterkoppel seien die abschließenden Arbeiten durchgeführt worden, berichtet Bürgermeister Peter Lehnert (Foto: bz). Zudem konnte im Hemdinger Kindergarten eine weitere Krippengruppe eingerichtet werden, zwei Klassenräume in der Hemdinger Grundschule saniert und die Betreute Grundschule „Mauseloch“ vergrößert werden. Die Gemeinde Bilsen ist einer der Träger der drei Institutionen. In diesem Jahr sollen die Angebote im Bereich des Kindergartens, der Schulen und bei der Betreuten Grundschule weiter ausgebaut werden. „Außerdem wollen wir Steuern und Abgaben nicht erhöhen, weiterhin sparsam haushalten und unnötige Ausgaben vermeiden“, so Lehnert. „Die Abwassergebühren konnten für das Jahr 2018 sogar gesenkt werden.“ Des Weiteren soll die Zusammenarbeit mit der Polizei im Bereich der Verkehrsüberwachung weiter ausgebaut werden. „Schon 2017 konnten durch zahlreiche Geschwindigkeitskontrollen erste Erfolge erzielt werden. Das gilt es zu verstetigen.“ Als Bürgermeister-Kandidat stehe er zur Verfügung, so Lehnert. „Die bisherige erfolgreiche Arbeit für unser Dorf möchte ich gern fortsetzen. Die positive Resonanz der Bürger ermutigt mich dazu ausdrücklich.“

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