Barmstedter Hilfsaktion : Geld für Hilfsprojekt in Guatemala

Rainer Sanchez (vorne Mitte) und Karin Landgraf (zweite von links) freuten sich über die Spende der Rasselbande.
Rainer Sanchez (vorne Mitte) und Karin Landgraf (zweite von links) freuten sich über die Spende der Rasselbande.

Barmstedter Kindergarten Rasselbande übergibt 1154 Euro an das „Instituto Rainer und Gaby Sanchez“.

shz.de von
02. Januar 2018, 13:01 Uhr

Barmstedt | Die beachtliche Summe von 1154 Euro haben Eltern und Erzieherinnen der Elterninitiative Kindergarten Rasselbande (Raba) an den Verein „Taten statt Worte“ übergeben. Die Mitglieder der Raba hatten in vielen gemeinsamen Stunden schmucke Adventsgestecke aus Baumwurzeln gefertigt, die sie im Wald und an Knicks gesammelt hatten. Die Gestecke sowie Waffeln und Punsch verkauften sie während des Weihnachtsmarkts, den sie zum ersten Mal eintägig auf dem Gelände der Raba veranstaltet hatten (diese Zeitung berichtete). Das Team der örtlichen Hilfsorganisation von Rainer Sanchez freute sich riesig.

„Wir können mit dieser tollen Spende unser Institut in Guatemala-Stadt weiter unterstützen“, sagt Sanchez. Das Instituto Rainer und Gaby Sanchez in der Partnerorganisation Cafnima wird von 190 Schülern verschiedener Altersstufen besucht, die dort Abschlüsse machen können. Es sind Kinder und Jugendliche aus den nahe gelegenen Slums, die auf der riesigen Müllhalde arbeiten, um damit ihre Familien finanziell zu unterstützen. Sie können im Instituto kostenlos einen Schulabschluss auch bis zum Besuch einer Hochschule erwerben. Weiterhin unterstützt „Taten statt Worte“ einen neu eingerichteten Kindergarten auf dem Gelände der von Spenden geförderten Neuansiedlung von Familien, die durch eine Erdrutsch- und Flutkatastrophe ihre Heimstätte verloren haben. Die Ansiedlung liegt in der Nähe von Cafnima und auf einem Stück verfüllten und eingeebneten Gebiet der Müllhalde. Der ehemals unterstützte Kindergarten in einem gefährlichen Viertel der Hauptstadt musste wegen Bedrohung, Gewalt, Erpressung und Korruption geschlossen werden. „Taten statt Worte“ hatte während des Weihnachtsmarkts mehr als 3000 Euro eingenommen. „Danke an alle, die dazu beitragen, dass die Ärmsten der Armen eine Chance bekommen“, sagt Sanchez.

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