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Barmstedter Zeitung

19. August 2017 | 06:05 Uhr

Barmstedt : Geflügel in schillernden Farben

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

35 Aussteller zeigen während der Schau in Barmstedt 480 verschiedene Hühner, Tauben, Enten und Gänse

Mika Jahn (6) aus Tornesch hat sich in der Sporthalle Heederbrook alle Tiere genau angeschaut. Sein überzeugtes Fazit zur 109. Barmstedter Ortsschau, Kreisjugendschau und Kreisgeflügelschau des Rassegeflügelzuchtvereins Barmstedt und Umgebung: "Meine Gimpeltauben sind die schönsten Tiere." Außer ihm und seinem Opa zeigten insgesamt 35 Aussteller am vergangenen Wochenende 480 (Zwerg-)Hühner, Tauben, Enten und Gänse.

Gackern, Krähen und Schnattern bestimmten die Geräuschkulisse in der Sporthalle. In Volieren, Käfigen und eingezäunten Arealen scharrten und flatterten die Zuchttiere. Ab und an lag auch mal ein Ei im Gehege. Den Besuchern bot sich dabei eine große Vielfalt der Rassen mit tollen Farbgebungen. Allein die 122 Deutschen Zwerge weisen eine bunte Mischung auf - von schwarz-weiß gepunktet über weiß mit grauer Halskrause bis hin zu porzellanfarben und goldhalsig.

Putzig sind die Zwerg-Orpingtons, die wie Federbälle aussehen. Die Paduaner tragen eine wilde Mähne, die Lachshühner haben fünf statt der üblichen vier Zehen, die Wyandotten stammen aus Amerika und sind nach einem Indianerstamm benannt.

Ein Hingucker waren auch die Steinbacher Kampfgänse, ein anderer die Brahma Hühner mit den üppigen Puschelfedern an den Beinen, was korrekt bestrumpft heißt, wie Hans-Peter Mohr vom Zuchtverein erklärte. Der Vorsitzende Willi Meinke begrüßte den aus Dänemark angereisten Züchter Palle Juul, der sich im vergangenen Jahr 100 Zuchteier von ihm geholt hatte und jetzt Vergleiche anstellen wollte.

Viele Gäste kamen mit Kindern, die besonders von den Streichel-Kaninchen angetan waren. "Guck mal, hier ist ein ganz großer Hobbelhase", rief ein Steppke begeistert. Irmgard Jeschke aus Rosdorf bei Kellinghusen gehört zu den Stammgästen. "Mein Mann hat auch Tauben, und wir besuchen jedes Jahr diese tolle Ausstellung", sagte sie und packte ihre Tombola- Ausbeute zusammen - ein Bau-Set für ein Holzflugzeug, eine Leberwurst und Stumpenkerzen. Andere ließen sich Kuchen und Würstchen in der Cafeteria schmecken oder kauften Honig am Imkerstand.

Positive Bilanz

Meinke zeigte sich zufrieden mit der Ortsschau. Besonders freute ihn, dass außer Bürgervorsteher Christian Kahns, der die Veranstaltung eröffnete, der Kreisvorsitzende der Geflügelzüchter, Hartmut Kieselbach, und erstmalig Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke vorbeischauten. "Sie war von der Vielfalt der Tiere sehr beeindruckt", so Meinke.

Kleine Kuriosität am Rande: Eine Taube, die aus ihrem Käfig genommen wurde, floh und flatterte durch die Turnhalle. Auf Anhieb schwoll das Gackern und Krähen gewaltig an. Noch zwei Mal entwischte das Tier ihren Fängern. Jedes Mal, wenn es sich in die Lüfte erhob, stieg der Geräuschpegel der Tiere ins Unermessliche, zudem standen die Tiere still wie Zinnsoldaten. Die Lösung des Phänomens: Die Tiere befürchteten, die Beute eines Habichts zu werden.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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