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Ausstellung in Barmstedt : Frühstückshotel und Mini-Kuddl

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

30 Vorschläge zur Neugestaltung der Rantzauer Schlossinsel sind in der Kommunalen Halle zu sehen.

Barmstedt | Ein kleines Frühstückshotel auf der Schlossinsel, ein Mini-Kuddel auf Rädern als Shuttle von Bahnhof und Stadt zur Insel, Errichtung einer historischen Holzzugbrücke und viele Ideen mehr zur künftigen Gestaltung der Schlossinsel und das umliegende Gelände sind von Barmstedtern und Bewohnern der Umlandgemeinden im Rathaus eingereicht worden. Teils mit liebevollen Zeichnungen als optische Unterstützung eines Vorschlags. Die insgesamt 30 Vorschläge wurden der Öffentlichkeit auf Stellschildern in der kommunalen Halle vorgestellt. Die Arbeitsgemeinschaft aus Verwaltung und Politik hatte den Ideenwettbewerb ausgewertet. Bürgermeisterin Heike Döpke zeigte sich sehr angetan von dem guten Echo aus der Bevölkerung.

Viele Ideengeber und Interessierte schauten sich die Ergebnisse auf den Tafeln an und diskutierten die Vorschläge lebhaft in Gruppen. Paul Schneider hatte die Aufschüttung einer zusätzlichen kleinen Insel im See von zehn Metern Durchmesser anvisiert. „Ich kann mir diese als Hochzeitsinsel vorstellen, zu der eine weiße Brücke führt“, sagte er. Helmut Trede möchte das kommunale Gemeindearchiv Barmstedt/Hörnerkirchen auf der Schlossinsel sehen. „Als neues Kulturzentrum in Zusammenhang mit dem Museum“, sagte er. Gerlinde und Stefan Bendix denken an eine „Bed and Breakfast“-Einrichtung sowie die Verlegung des Standesamts in das Herrenhaus. Petra Jessen stellt sich eine kleine Wohnung vor, in der zeitbegrenzt abwechselnde Bewerber wohnen, die Lesungen, Ausstellungen, Workshops oder ein offenes Atelier anbieten. „Damit verbinden wir Gesellschaft, Kunst und Kultur“, sagte sie. Eine andere Idee ist die Umsiedlung der Schuhmacherwerkstatt vom Museum in die Remise, die dort zum Leben erweckt werden soll. Die Geschichtswerkstatt kann sich gut das Museum als erlebbare Geschichte im Herrenhaus vorstellen, gerade auch für Schulklassen.

Vorschläge waren dabei, das Grün im Seeuferbereich stark auszulichten oder kleine Sommerkonzerte auf der Insel zu veranstalten. Auch die Renaturierung der Krückau war eine Idee. Eine weitere, den Parkplatz an der Pinneberger Landstraße zu verschieben und auf der Fläche zu Ehren der Ritter von Barmstede eine bespielbare burgähnliche Anlage zu schaffen. Holger Hartwig präsentierte einen geländegängigen Transportstuhl, der mit einem Münzsystem ausgestattet ist. Gehbehinderte Menschen könnten damit bequem zur Schlossinsel gelangen. Stellflächen wären etwa an Rathaus, Kirche, Seebereich und Bahnhof vorstellbar. „Die Idee könnte für ein künftiges Stadtmarketing herangezogen werden“, sagte Wirtschaftsförderer Wolfgang Heins.

„Wir haben viele tolle Anregungen, mal schauen, was wir umsetzen können“, so der stellvertretende Bürgermeister Reimer Sass. Döpke gab bekannt, dass am 13. September um 17 Uhr im Rathaus ein Förderverein betreff Gestaltung Schlossinsel gegründet wird.

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