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Barmstedt : Frühjahrsmarkt vom April-Wetter erwischt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Schauer und heftige Windböen auf der Flohmarktmeile. Oldtimer-Schau am Sonntag zieht Motorfreunde an.

Barmstedt | Mit „It´s Raining Men“ spielten die Jahrmarktbetreiber doch gleich die passende Musik am Sonnabendmittag zum Auftakt des dreitägigen Barmstedter Frühjahrsmarktes. Besonders die Schausteller und Flohmarktverkäufer hätten sich ein besseres Wetter gewünscht. Immer wieder zogen starke Regenschauer und heftige Windböen durch die Innenstadt und zerstörten teilweise die Stände. Tische fielen um und es ging so einiges zu Bruch. „Für so eine Veranstaltung wünscht man sich Trockenheit“, sagte die Bürgermeisterin Heike Döpke.

„So schnell wie der Schauer kam, konnten wir gar nicht unsere Plane rüberziehen. Ich bin klatschnass geworden“, sagte Jörn Kudenholdt, der zum ersten Mal Flohmarktartikel verkaufte. Die Besucher flüchteten unter die Markisen der Geschäfte und suchten Schutz vor dem Regen. „Wir lassen uns von so einem Wetter doch nicht abschrecken“, erklärte Doris Paulsen aus Itzehoe. „Vielleicht könnte man im nächsten Jahr auch Stände in der Rathaushalle vergeben. Das wäre doch eine Option“, meinte Yvonne Scharrlach, die zusammen mit ihrem Ehemann Bernd und Sohn Justin hauptsächlich Kinderspielzeug verkaufte. Schnäppchenjäger kamen bereits morgens vor Flohmarktbeginn auf den Markt. Gefragt waren Markensachen, Matchbox-Autos aus den 70er Jahren, Kinderspielzeug und Hörbücher.

„Nach dem Regen brauchten wir zur Beruhigung erst einmal einen Schluck Sekt“, lachte Ulrike Uphoff und ihr Ehemann Hartmut ergänzte: „Wir wussten ja, auf was wir uns einlassen“. „So schnell geben wir nicht auf“, meinte auch Rainer Hansen, obwohl an seinem Stand viel kaputt ging. Die Geschwister Yona (8) und Yannes Bock (12) boten auf einer Wolldecke Kinderspielzeug an. Ihre Hündin Hatty saß im Transportkorb und schaute zu. „Hatty wollten viele kaufen. Aber ein Familienmitglied ist nicht zu verkaufen“, sagte Yona.

Mit einer Neuerung war Heike Brinckmann vom HGB sehr zufrieden: „Zum ersten Mal haben wir direkt nach Zahlungseingang die Stände im Vorwege vergeben. So haben wir eine geschlossene Flohmarktmeile bekommen und für uns war es administrativ einfacher“.

Am Sonntagmittag fuhren nach und nach immer mehr Oldtimer in die Innenstadt und reihten sich in der Fußgängerzone nebeneinander ein. Der Barmstedter Jürgen Schwarz kam mit vier Vespas, darunter eine Hoffmann-Vespa HC (Königin) aus dem Jahre 1954, und dem Oldtimer Leyland MGB (1971). Kurt Czerwoka aus Westerhorn präsentierte seinen Peugeot 205 GTI (1987) mit dem er an Oldtimer Ralleys teilnimmt. Jörg Howiller und Bettina Weber kamen aus Kremperheide auf ihren Mopeds Victoria Vicky 3N und Vicky 4 zum Markt gefahren. „Für beide Fahrzeuge haben wir insgesamt 500 Stunden für die Restauration benötigt“, sagte Howiller. Damit sich keine Besucher auf seine Harley-Davidson Knucklehead (1942) setzen konnten, hatte der Barmstedter Tom Krause ein Nagelkissen auf den Sitz montiert. „Das hat sich bewährt“, schmunzelte er. Schauen war aber erwünscht. „Es ist schon ein Highlight die schicken Autos hier zu sehen“, fand Thomas Kluge aus Uetersen. Wer den Frühjahrsmarkt noch besuchen möchte, um mit seinen Kindern im Karussell zu fahren oder im Twister durch die Luft zu schweben, hat heute von 12 bis 21 Uhr noch die Gelegenheit dazu.

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