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Reiki-Grossmeister : Frank Glatzer aus Bokel hat sich einer alten japanischen Heilkunst verschrieben

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In acht Jahren geht die Entwicklung vom ersten bis zum achten Reiki-Grad.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 14:15 Uhr

Bokel | Acht Jahre ist es her, da entdeckte Frank Glatzer ein Buch über Reiki in einer Hamburger Buchhandlung. Für 9,95 Euro griff der heute 57-Jährige aus Bokel einfach mal zu – und war von der Lektüre total fasziniert. Acht Jahre später ist Glatzer Reiki-Großmeister – einer von nur etwa 30 in Deutschland. Mittlerweile bildet er selbst aus und behandelt vom Schüler bis zum Manager zahlreiche Menschen. „Reiki regt die Selbstheilungskräfte im Körper an und löst Blockaden“, erläutert der Bokeler. „Die Patienten fahren bei mir auf Null runter.“ Vor Kurzem hat Glatzer das Reiki-Do-Institut Norddeutschland gegründet. Dort arbeitet er eng mit Menschen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens zusammen.

Das Wort „Reiki“ ist ein japanisches Kunstwort und bedeutet übersetzet „Universelle Lebensenergie“. „Es sind ganz alte Heilmethoden, die langsam auch von Schulmedizinern wieder entdeckt werden“, sagt Glatzer. Nachdem sein Interesse an Reiki geweckt worden war, absolvierte er eine Einzelausbildung. Beim ersten Reiki-Grad drehe sich alles um die Selbstbehandlung, so Glatzer. „Ich kann niemandem helfen, wenn ich voller Blockaden stecke“, sagt der Bokeler.

Im Anschluss ließ er sich bis zum Lehrer ausbilden. „Großmeister kann man aber nicht einfach so werden“, sagt Glatzer. Auf einem Seminar habe er einen Reikianer des achten Grads – also des Großmeistergrads – kennengelernt. Dieser bildete ihn weiter aus. „Weil das Schicksal es so wollte, dass ich einen Großmeister kennenlerne, bin ich selbst zu einem geworden“, sagt Glatzer. Einem seiner Schüler werde er später sein Wissen weitergeben. „Das ist die traditionelle Art.“

Während seines Lebens hat Glatzer viele Erfahrungen gesammelt. Aufgewachsen ist er in Quickborn, später war er als Badebetriebsleiter bei der Stadt Delmenhorst aktiv. In Hamburg war er anschließend in der freien Wirtschaft tätig. Mit 44 Jahren machte er sich selbstständig, er absolvierte eine Ausbildung zum medizinischen Fußpfleger und machte mit 50 Jahren seinen Abschluss zum Heilpraktiker. „Heute mache ich primär Reiki“, sagt der 57-Jährige. Sein Wissen wolle er so lange weitergeben, „wie es geht“. Sein Ziel sei es, Reiki in die Masse zu bringen. Mittlerweile lebt er mit seiner Partnerin in Bokel – und möchte dort auch nicht mehr weg.

Jeder könne Reiki erlernen, so Glatzer weiter. Auch Tiere würden sich mit der Heilkunst behandeln lassen. „Man muss nicht glauben“, sagt er über das Konzept. „Tiere glauben auch nicht, sie lassen es einfach geschehen und entspannen total“, so der Bokeler.

Vor Kurzem hat Glatzer sein Institut eröffnet und stieß mit seinem Konzept bei Schulmedizinern auf offene Ohren. „Ich arbeite mit einem Veterinär, jemandem aus der Pharmazie und zwei Human-Medizinern zusammen“, berichtet er. Zudem gibt er VHS-Kurse und bietet Reiki-Gruppen in Bokel, Quickborn und demnächst in Krempe an. „Dort können alle Reikianer – egal welchen Grades – hinkommen.“ In Bokel lassen sich Menschen von ihm behandeln, „die sehr angespannt sind und kein Stressventil haben“.

Das Wort Reiki setzt sich aus den japanischen Wörtern „rei“ (Geist, Seele) und „ki“ (Lebensenergie) zusammen und wird in der Regel als „Universelle Lebensenergie“ übersetzt. Das Konzept wurde von Mikao Usui begründet. Im Rahmen von Frank Glatzers Reiki-Do-Institut Norddeutschland sollen Schul- und Komplementärmediziner sowie Naturheiler zusammen arbeiten. Den Erlös von 150 Euro, der beim Kuchenverkauf während der Eröffnung des Instituts zusammen kam, spendete er der Freiwilligen Feuerwehr  Bokel.
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