Offenau : Fragezeichen über dem geplanten Neubaugebiet

Die Gemeinde Bokholt-Hanredder ist grundsätzlich an der vier Hektar großen Fläche in Offenau interessiert, weiß die stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, Katrin Schrade.
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Die Gemeinde Bokholt-Hanredder ist grundsätzlich an der vier Hektar großen Fläche in Offenau interessiert, weiß die stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, Katrin Schrade.

Die Gemeinde Bokholt-Hanredder will wachsen, allerdings nicht um jeden Preis.

shz.de von
05. Mai 2015, 16:00 Uhr

Bokholt-Hanredder | Vertreter des Ingenieur-Büros (Plan-Büro) dn.stadtplanung, GbR stellten auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Bokholt-Hanredder das erarbeitete Konzept zur wohnbaulichen Nutzung einer vier Hektar großen Fläche im Ortsteil Offenau vor. Sie liegt nördlich der Landesstraße 75 und östlich des Birkenweges.

„Der Eigentümer plant, die Fläche zu verkaufen und dort zwischen 35 und 41 Wohneinheiten zu schaffen“, erläuterte die Ausschuss-Vorsitzende und 2. stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Schrade im Gespräch mit dieser Zeitung. „Allerdings ist der Gemeinde noch nicht genau bekannt, ob der Eigentümer die Fläche an sie oder einen Investor veräußern möchte.“

Die Gemeinde sei grundsätzlich an einem Kauf interessiert, muss zuvor jedoch sämtliche Gesichtspunkte, die damit in Zusammenhang stehen, durchdenken – nicht zuletzt auch in Anbetracht der Tatsache, dass „ringsherum viel gebaut wird“, wie Schrade betont. „Günstig sind auf jeden Fall Darlehen zu bekommen.“ So sei unter anderem zu überlegen, ob dort ein Wohngebiet für Mehrgenerationenwohnen entstehen könnte. Diese Art der Bebauung liege im Trend. Eine Planung für ein neues Baugebiet stelle ein kompliziertes und komplexes Vorhaben dar, bei dem die finanzielle Seite natürlich eine maßgebliche Rolle spiele. Aufgrund ihrer Haushaltssituation gilt es für die Gemeinde, gut zu überlegen, ob sich für sie ein neues Baugebiet rechne. Auch die späteren Kosten für Familien (Kindergarten- und Schulkosten) dürfen dabei nicht unbeachtet bleiben. „Die Gemeinde Bokholt-Hanredder möchte wachsen, jedoch nicht um jeden Preis“, befindet die Ausschussvorsitzende zum Schluss.

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