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Der „Bunte Garten“ ist frühlingsfit : Flüchtlinge und Bürger gestalten Fläche am Spitzerfurth

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Interkulturelles Projekt in Barmstedt - neue Mitstreiter sind nach Angaben der Veranstalter willkommen.

Barmstedt | Die Winterpause ist vorbei, und Barmstedts „Bunter Garten“ hat wieder geöffnet: Am Wochenende hatten Heiner Möller und Simone Strandmann vom Garten-Team aus dem Integrationszentrum „Leuchtturm“ zum Herrichten des Geländes eingeladen. Zum ersten Treffen auf dem Grundstück am Spitzerfurth erschienen mehr als 20 Gartenfreunde, die Spaten, Schubkarre und Besen in die Hand nahmen.

Möller zeigte Efrem aus Eritrea den Umgang mit dem Spaten. Die beiden gruben ein Stück Land um, in dem Kartoffeln wachsen sollen. Friederike Schmidt harkte mit Tesfaldet, John und Mehari (alle aus Eritrea) sowie Henif aus Afghanistan, die alle seit etwa eineinhalb Jahren in Barmstedt leben, welkes Laub zusammen. Eine Schubkarre nach der anderen füllte sich und wurde zum Komposthaufen geschoben. Die mitgebrachten Kinder spielten derweil in der Sandkiste. Elke Kunde hatte bunte Plastikeier mitgebracht, die Hamza (5) auf der überdachten Laubenveranda akribisch mit den dazugehörigen Hasenstickern beklebte. Zur Stärkung hatten Khadije aus Afghanistan und Edith Möller selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, und auch Kaffee und Tee standen auf den Tischen. Alle freuten sich über die Frühlingsblumen, die sie im Herbst 2016 als Zwiebeln in die Erde gesetzt hatten.

Möller legte seinen Spaten beiseite und begutachtete die Rosen, die er im vergangenen Jahr – der ersten Garten-Saison – mit Flüchtlingen veredelt hatte. „Sie sind gut angewachsen“, sagte er zufrieden. Eine der Sorten werde in der Nähe von Damaskus (Syrien) gezüchtet, erklärte er. Insgesamt sei er sehr zufrieden mit dem Erfolgsprojekt „Garten der Kulturen“, sagte Möller. „Wir haben im vergangenen Jahr, als wir den Garten einrichteten, viele Besucher gehabt, die aufgeräumt, gesät und umgegraben haben und sich über die Ernte freuten, die sie mit nach Hause nehmen konn-ten“, berichtete er. Rote Bete, Tomaten und Gurken seien weggegangen „wie warme Semmeln“. Auch grünen Salat hätten die Flüchtlinge kennengelernt. „Jetzt pflanzen wir erst einmal Blumen, und nach Ostern kommen Salat, Karotten und Petersilie dazu“, kündigte Möller an. Sachspenden für die Gestaltung des Gartens seien herzlich willkommen, so Möller. Das Garten-Team ist offen für weitere Mitstreiter. Die Gruppe trifft sich an jedem Freitag ab 15 Uhr auf dem Grundstück am Spitzerfurth 8.

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