zur Navigation springen

Kulinarische Genüsse als Dankeschön : Flüchtlinge kochen in Barmstedt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

13 junge Männer brieten und frittierten, schnitten und kochten, rührten und pürierten mehrere Stunden in der Küche des evangelischen Gemeindehauses.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | 13 junge Männer brieten und frittierten, schnitten und kochten, rührten und pürierten mehrere Stunden in der Küche des evangelischen Gemeindehauses. „Wir möchten uns mit einem schönen Essen bei den vielen Helfern bedanken“, sagte Imad aus Syrien und frittierte sorgsam paniertes Huhn. Tambi (Syrien) entblätterte viele Knoblauchzehen, Raak aus dem Irak pürierte sie singend. Es brachte den Flüchtlingen sichtlich Spaß, gemeinsam Speisen zuzubereiten, von denen etliche den etwa 40 Ehrenamtlern, die sich zum Schlemmen eingefunden hatten, unbekannt waren. So gab es „Batata bil fern“, gegrilltes Huhn auf Kartoffelbett im Backofen. Oder „Prosted“, die knackigen Hühnerschenkel. Auch bei „Laban b khyar“, den Gurkenstücken in Kefirsoße, griffen die Gäste zu. Lamm mit weißen Bohnen schmeckte den Besuchern ebenso wie grüner Salat mit Kräutern und Tomaten, den Ahmed Hassan (Irak) und Weelid (Jemen) geduldig kleingeschnitten hatten. Ali (Syrien) und Marzuk (Jemen) hatten ein großes Plakat geschrieben. „Danke für jede ausgestreckte Hand, um uns zu helfen“, stand dort geschrieben und weiter: „Wir bedanken uns bei dem deutschen Volk und der Regierung, wir haben in unserem Herzen für Euch große Zuneigung.“

Zudem trugen die Köche je ein T-Shirt, auf dem „Danke“ gemalt war. „Wir haben alle zusammengelegt und eingekauft“, sagte Imad, der ein wenig aufgeregt die Gäste begrüßte. Bürgermeisterin Heike Döpke, die im Kreis der Besucher mit schlemmte, bedankte sich für die schöne Geste der Flüchtlinge. „Bei uns in Barmstedt wird Integration gelebt“, sagte sie. Den Gästen schmeckten die verschiedenen Gerichte samt Nachtisch hervorragend, ihr Dankeschön an die Köche zauberte denen ein fröhliches Lächeln ins Gesicht. Sie benötigten allerdings eine geraume Zeit, um die Küche wieder blitzblank zu putzen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert