Flüchtlinge: Ein echtes Zuhause

Sechs Mietwohnungen entstanden in Hörnerkirchens Rosenwiete.
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Sechs Mietwohnungen entstanden in Hörnerkirchens Rosenwiete.

Gemeinde-Neubau in Hörnerkirchen Die ersten Mieter sind in das Haus an der Rosentwiete eingezogen

shz.de von
02. März 2017, 16:00 Uhr

An der Gartengestaltung wird noch eifrig gewerkelt, doch im Hörnerkirchener „Flüchtlingshaus“ zieht bereits Leben ein. Zum Monatsbeginn begrüßte Bürgermeister Siegfried Winter die ersten Mieter mit einem Blumenstrauß und dem symbolischen Schlüssel zum neuen Heim.

Im Januar 2016 beschlossen die Lokalpolitiker, auf dem Grundstück Rosentwiete 32 in direkter Nachbarschaft zur Gaststätte „Zur Tankstelle“ auf dem gemeindeeigenen Grundstück sechs Wohnungen errichten zu lassen. Zuvor schon hatte die Gemeinde die Gaststätte gekauft.

Jede der sechs Neubau-Wohnungen misst rund 60 Quadratmeter. Gedacht sind die Mietwohnungen für Einheimische und anerkannte Flüchtlinge, die sich kein eigenes Haus leisten können. Die Kosten für das Bauprojekt, die komplett von der Gemeinde zu stemmen sind, beziffert Winter „auf 600  000 bis 700  000 Euro“.

„Wir freuen uns, dass die Planungen so zügig umgesetzt werden konnten“, lobte der Bürgermeister alle am Bau Beteiligten. Auch finanziell sei man „voll im Rahmen geblieben“. Alle Bewohner würden unbefristete Mietverträge bekommen. Noch seien allerdings nicht alle Wohnungen vergeben. „Wir sind noch am Planen und Gucken“, so Winter.

Ursprünglich war das Haus vor allem als Quartier für Flüchtlinge gedacht. In Hörnerkirchen sollten keine Zeltlager oder Containerdörfer entstehen. „Bis zu zwölf Menschen hätten wir pro Wohnung unterbringen können“, sagt Winter. Doch nachdem der Flüchtlingsansturm deutlich abgeebbt ist, müssen die Wohnungen nicht mehr „bis unters Dach“ belegt werden. Die ersten Mieter Olaf Droste und Fayaz Sadat teilen sich zu zweit eine 62-Quadratmeter-Wohnung im ersten Stock.

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