Barmstedt : Feuerwehreinsatz im Kindergarten: Arche-Noah-Kita übt den Ernstfall

Hans-Otto Fröde schulte die Kita-Kinder im Brandschutz.
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Hans-Otto Fröde schulte die Kita-Kinder im Brandschutz.

Brandbekämpfer proben die Evakuierung der Arche-Noah-Kita. Die Jungen und Mädchen verhalten sich vorbildlich.

shz.de von
06. Juni 2018, 13:15 Uhr

Barmstedt | Aufregende Minuten für 110 Mädchen und Jungen der Barmstedter Arche-Noah-Kita: Nach einem Feueralarm mussten sie am Dienstagvormittag so schnell wie möglich die Gebäude und das Gelände An der Bahn verlassen. Doch es gab sofort Entwarnung: Das Ganze war nur eine Übung, die die Feuerwehr auf Wunsch der Kita-Leitung organisiert hatte.

Schauplatz der Räumungsübung: die Arche-Noah-Kita an der Bahn.
Elisabeth Meyer
Schauplatz der Räumungsübung: die Arche-Noah-Kita an der Bahn.
 

Mit dem Verlauf war Einsatzleiter Hans-Otto Fröde sehr zufrieden. „Es hat super geklappt. Alle waren in einer unheimlich kurzen Zeit aus den Gebäuden draußen, das hat keine zwei Minuten gedauert“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Außer den Kindern – unter denen auch Krippenkinder waren, die getragen oder in Kinderwagen geschoben werden mussten – hielten sich 17 Erzieherinnen in der Kita auf. „Und zwei Maler“, so Fröde schmunzelnd, „die mussten auch raus.“ Die Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen und acht Mann im Einsatz.

Keine ängstlichen Gesichter

Die Kinder seien auf die Räumung vorbereitet gewesen, berichtete Kita-Leiterin Doris Renner. „Herr Fröde war zur Brandschutzerziehung hier, und da haben sie ihn auch mit Helm und Maske gesehen.“ Daher hätten sie sich am Dienstag beim Anblick der Feuerwehrleute auch nicht erschrocken. „Ich habe jedenfalls keine ängstlichen Gesichter gesehen.“

Für die Feuerwehr sei die Übung eine Premiere gewesen, sagte Fröde. „Wir waren zum ersten Mal hier, seit die Kita den Neubau hat.“ So hätten nicht nur zwei, sondern drei Gebäude evakuiert werden müssen. Eine weitere Neuerung war der Sammelplatz. „Früher waren wir immer auf dem Parkplatz, aber der ist jetzt immer zugeparkt“, sagte Renner. Daher sei in den Zaun eine Pforte eingebaut worden, so dass die Kinder sich neben der benachbarten Rettungswache versammeln können. „Von dort aus können sie im Notfall auch schnell woandershin gebracht werden, zum Beispiel ins Gemeindehaus“, so Renner.

Im Anschluss an die erfolgreich verlaufenen Übung erfreuten die Brandbekämpfer die Kinder noch mit einer kleinen Löschvorführung, wozu sie den Bohrbrunnen anzapften und den Rasen wässerten. „Das fanden die Kinder toll, und der Rasen konnte es wegen der Trockenheit auch gut gebrauchen“, resümierte Fröde.

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