Nach Brand im Seniorenheim : Feuerwehr probt den Ernstfall

Per Drehleiter beförderte die Feuerwehr eine Trage in die höher gelegenen Stockwerke.
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Per Drehleiter beförderte die Feuerwehr eine Trage in die höher gelegenen Stockwerke.

Große Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Barmstedt und Bokholt-Hanredder. Geübt wurde der Einsatz im Seniorenheim.

shz.de von
20. Juni 2014, 16:00 Uhr

Barmstedt | Um 20 Uhr schrillten im Seniorenheim Barmstedt/Rantzau die Alarmglocken – allerdings nur im übertragenen Sinn. Denn die große Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Barmstedt und Bokholt-Hanredder war von langer Hand geplant. Mit zehn Fahrzeugen rückten etwa 60 Einsatzkräfte an, um einen imaginären Brand zu löschen und Personen aus der Gefahrenzone zu retten.

Den vielen Zuschauern, die die Übung interessiert verfolgten, boten sich im und rund um das Gebäude beeindruckende Szenen: Die Brandbekämpfer bauten mehrere Leitern sowie mit Schläuchen die Wasserversorgung aus dem Regenrückhaltebecken und dem See auf. Ein besonderes Highlight war die neue Drehleiter, die das Gebäude weit überragte. 28 Mann wurden für den „Innenangriff“ eingesetzt, wobei sie sich teils frei, teils angeleint mit Schutzanzügen und Atemschutz durch das Gebäude bewegten.

Geschäftsführer Christoph Merker wurde von der Einsatzleitung nach der Anzahl von Mitarbeitern und Bewohnern befragt, um sicherzustellen, dass niemand vergesssen wurde. „Die Senioren waren aber nicht in die Rettungsaktionen einbezogen“, erklärte Merker.

Die Übung habe der Feuerwehr die Möglichkeit gegeben, „ein so komplexes Gebäude wie das Barmstedter Seniorenheim kennenzulernen und sich somit für einen möglichen Ernstfall vorzubereiten“, so Merker. Aber auch die Heimleitung sei – nicht zuletzt vor dem aktuellen Hintergrund eines Brands in einer Schenefelder Pflegeeinrichtung – dankbar für einen solchen Test. „Es gibt uns doch eine gewisse Sicherheit, wenn man die professionelle Arbeit der Rettungskräfte vor Ort beobachten kann – auch wenn natürlich jeder von uns hofft, dass es niemals zu einem Ernstfall kommen wird“, so Merker. In Schenefeld waren bei einem Brand am 30. Mai drei Bewohner eines Seniorenheims ums Leben gekommen.

Im Anschluss an das Manöver wurde eine Lage- und Résumébesprechung in der Feuerwache durchgeführt, bevor sich Seniorenheim bei allen Teilnehmern mit einem späten Abendessen mit Würstchen, Kartoffelssalat und Getränken bedankte.

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