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Jahreshauptversammlung : Feuerwehr Barmstedt ärgert sich über die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Es herrscht Kompetenz-Wirrwarr“: Die Barmstedter Feuerwehr kritisiert die Stadtverwaltung. In 2013 wurden die Einsatzkräfte zu 118 Einsätzen gerufen. Dabei bereiteten verstopfte Gullys und Menschenmassen Probleme.

Barmstedt | Uwe Schinkel bleibt Wehrführer der Barmstedter Feuerwehr. Er wurde während der Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt. Vor der Wahl begrüßte er 44 von 60 aktiven Kameraden, die Ehrenabteilung sowie diverse Gäste aus Politik, Verwaltung und örtlichen Vereinen.

2013 rückte die Wehr laut Schinkel zu 118 Einsätzen aus. Allein Sturm „Christian“ brachte neun Einsätze. Den Rekord hält aber der heftige Dauerregen am 19. Juni, der die Innenstadt überschwemmen ließ, mit 26 Einsätzen innerhalb weniger Stunden. Ein Problem seien die verstopften Straßeneinläufe gewesen, sagte Schinkel. „Sie werden nicht regelmäßig gereinigt, und das Wasser kann nicht abfließen.“ Er habe das Problem mehrfach in der Verwaltung angesprochen, aber dort gebe es für den Bereich ein „Kompetenz-Wirrwarr“.

Am Beispiel des kurz vor Beginn des Weihnachtsmarkts abgebrannten THW-Zelts in der Innenstadt gab Schinkel zu bedenken, dass generell bei Veranstaltungen in der Stadt Hilfskräfte kaum Chancen hätten, durch die Menschenmassen und die zu eng gestellten Buden zum Einsatzort zu gelangen. „Der Zeltbrand hatte ein Gutes: Die Stadt hat alle Betroffenen zu einem Gespräch geladen, und wir werden das Problem gemeinsam lösen“, sagte Schinkel.

Belastend für die Wehr seien auch die Straßenabsperrungen bei Sportveranstaltungen. „Wir wurden von ungeduldigen Autofahrern bepöbelt, die nicht wussten, wie sie aus Barmstedt herauskommen“, sagte Schinkel, der feststellte: „Überall ist die Feuerwehr dabei, einige Veranstaltungen sind ohne die Wehr nicht denkbar.“

Dienstabende, Lehrgänge und Ausbildung sind Routine in der Wehr, sagte Schinkel. Übungen mit Nachbarwehren bereiten auf gemeinsame Einsätze vor. An der neuen Drehleiter wurden die betroffenen Kameraden während unzähliger Stunden in die Bedienung eingewiesen. Als nächste Aufgaben stehen der Neubau der Feuerwache, die Umstellung auf Digitalfunk und die Neubeschaffung von Fahrzeugen an.

Bürgermeisterin Heike Döpke dankte: „Die Wehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Rettungswesens. Ohne sie läuft vieles in Barmstedt nicht.“ Pastor Klaus-Dieter Piepenburg bot im Hinblick auf den für die Wehr sehr belastenden Einsatz beim tödlichen Unfall am Bahnübergang Bornkamp seine Hilfe in Form von Gesprächen an. Polizeichef Peter Kroll sagte zu, mit der Wehr Lösungen für die Veranstaltungen in der Innenstadt zu finden.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 15:46 Uhr

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