Vermutlich durch Funkensprung : Feuer nach Gartenarbeiten in Barmstedt

Raub der Flammen: Einsatzkräfte löschen den Schuppen an der Königsberger Straße ab.
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Raub der Flammen: Einsatzkräfte löschen den Schuppen an der Königsberger Straße ab.

An der Königsberger Straße standen ein Schuppen und Tanne in Flammen. Die Feuerwehr war zwei Stunden im Einsatz .

shz.de von
30. Mai 2018, 14:00 Uhr

Barmstedt | Um 11.17 Uhr ging bei der Feuerwehr Barmstedt am Dienstag der Alarm ein: größeres Feuer an der Königsberger Straße, meldete die Leitstelle. 15 Brandbekämpfer machten sich auf den Weg, „und wir sahen die Rauchsäule schon von weitem“, wie Einsatzleiter Peter Huckfeldt später berichtete. Nicht verwunderlich, denn auf einem privaten Grundstück standen ein Carport, ein Schuppen und ein hoher Nadelbaum in Flammen. „Wir mussten drei Löschangriffe starten, davon zwei unter Atemschutz“, so Huckfeldt. Dank des massiven Wassereinsatzes habe das Feuer aber relativ schnell gelöscht werden können. „Zum Glück haben wir unser neues Fahrzeug“, sagte Huckfeldt. Der Tank fasse 4000 Liter, bei den älteren Fahrzeugen seien es 2500. „Nach dem ersten Angriff war der Tank aber trotzdem leer, dann mussten wir den Hydranten anzapfen“, so der Einsatzleiter.

Gefährliche Propangasflasche

Als besonders gefährlich habe sich eine Propangasflasche erwiesen, die an der Seite des Schuppens stand, sagte Huckfeldt. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die explodiert wäre!“ Die Brandbekämpfer kühlten sie zunächst etwas herunter und brachten sie dann aus der Gefahrenzone. Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, zogen die Einsatzkräfte Teile des Schuppens auseinander und löschten sie einzeln ab. Auch der Rasen habe schon angefangen zu glimmen, sagte Huckfeldt. „Zum Glück war er aber stark vermoost, sonst hätte er vermutlich auch noch Feuer gefangen.“

Auf das Wohnhaus griffen die Flammen nicht über, „weil der Wind sie glücklicherweise in die andere Richtung geweht hat“, sagte Huckfeldt. Verletzt worden sei ebenfalls niemand, wie ein Beamter der Polizei erklärte. Allerdings könnten auf den Bewohner des Hauses noch hohe Kosten zukommen: Er habe den Brand durch „unsachgemäßen Umgang mit einem Bunsenbrenner“ selbst fahrlässig verursacht und müsse daher theoretisch den Einsatz zahlen, sagte der Beamte. Der „ältere Herr“ habe mit dem Gerät Unkraut abgebrannt und ihn dann neben dem Schuppen abgestellt. Dabei sei vermutlich ein Funke übergesprungen und habe das Feuer entfacht. Der Verursacher selbst habe das gar nicht mitbekommen, so der Beamte. „Er war weggegangen.“ Den Notruf habe eine Nachbarin gewählt, die den Rauch bemerkt hatte, sagte Huckfeldt.

Passanten halten sich nicht an Polizeianweisungen

Während des Einsatzes hatten sich etliche Anwohner sowie Bürger aus benachbarten Straßen eingefunden, die die Löscharbeiten interessiert verfolgten – sehr zum Ärger der Polizei: „Wir hatten durchgesagt, dass Anwohner Türen und Fenster geschlossen halten sollen und Passanten sich vom Einsatzort fernhalten sollen“, berichtete der Beamte. Doch leider habe sich kaum jemand daran gehalten.

Für die Feuerwehr war der Einsatz um 13 Uhr beendet. Gegen den Verursacher des Brands werde eventuell noch wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt, sagte der Polizeibeamte. „Wir haben das Verfahren an die Kripo abgegeben.“

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