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Schimmel-Befall : Feldstraßen-Haus droht der Abriss

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Pfadfinder mussten bereits ausziehen: Das städtische Haus an der Feldstraße ist von Schimmel befallen. Politiker votieren für einen Neubau.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Dem städtischen Haus an der Feldstraße Ecke Mühlenstraße droht der Abriss. In einem ersten Votum hat der Bauausschuss die Verwaltung vor kurzem beauftragt zu prüfen, was ein Abriss und ein Neubau kosten würden. Das etwa 100 Jahre alte Gebäude sei im Erdgeschoss von Schimmel befallen, wie Peter Knaak (Verwaltung) mitteilte. „Der breitet sich immer weiter aus, da kann man niemanden mehr unterbringen.“ Der angrenzende Lagerraum und die Garage seien aber nicht befallen.

Das Haus zu sanieren, würde sich nicht lohnen, sagte Knaak. „Allein die Schimmelbeseitigung würde immense Kosten verursachen. Es müsste alles raus. Und danach hätte man immer noch einen Altbau mit dünnen Wänden und Einfachverglasung, der ohne Ende Energie schluckt.“ Die Politiker sahen das genauso. „Ein Privatmann würde da nicht rangehen“, sagte Axel Schmidt (FWB). Auch Marina Quoirin-Nebel votierte gegen die Sanierung. „Wir würden uns auf etwas einlassen, dessen Folgen wir nicht absehen können. Ein Neubau wäre günstiger“, sagte sie. Die FWB könnte sich auf dem 810 Quadratmeter großen Grundstück ein zweigeschossiges Gebäude für Sozialwohnungen vorstellen. „Das wäre zwar klein, aber von der Lage her stimmig und hätte zudem den Vorteil, dass es der Stadt schon gehört“, sagte Schmidt.

Das rotgeklinkerte, kellerlose Haus hat eine Grundfläche von etwa 100 Quadratmetern. Es war jahrelang von der DRK-Jugend und zuletzt auch von den Pfadfindern genutzt worden. In der Wohnung im Obergeschoss hatte das Sozialamt Bedürftige untergebracht. Sie steht seit mehreren Monaten leer – ebenso wie das übrige Haus. Die DRK-Jugend war Ende 2013 ins neue Heim an der Mühlenstraße gezogen, und die Pfadfinder – die seit Jahren ein Grundstück für ein neues Heim suchen – hatten sich Anfang des Jahres für die drei Gruppen mit insgesamt etwa 25 Kindern und Jugendlichen wegen des Schimmelbefalls notgedrungen nach neuen Räumlichkeiten umgesehen. „Wir dürfen zum Glück einen Raum in der Gemeinschaftsschule nutzen und treffen uns ansonsten bei einem von uns zu Hause“, sagte Ingrid Haberland. Die Pfadfinder hofften jetzt, auf dem städtischen Grundstück an der Bahn bauen zu können. „Und wir sind froh, dass wir den Lagerraum an der Feldstraße noch nutzen können.“ So lange der noch steht.

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