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Barmstedter Zeitung

16. Dezember 2017 | 00:45 Uhr

Barmstedt : Feldstraße: Bau kann starten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Hauptausschuss stimmt für Gebäude mit sechs Wohnungen. Zunächst sollen Flüchtlinge einziehen.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Die Politik bleibt dabei: Auf dem Grundstück an der Feldstraße 1 wird ein Neubau errichtet, in dem Asylbewerber untergebracht werden sollen. Anders als bislang geplant, sollen in dem Komplex aber sofort sechs separate Wohnungen gebaut werden. Das hat der Hauptausschuss am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen. Bisher war vorgesehen, sechs Wohneinheiten mit Gemeinschaftsküchen und -räumen zu schaffen, die später bei Bedarf zu Wohnungen hätten umgebaut werden können. „Das sparen wir uns jetzt“, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann gestern.

Der Neubau war bei den Bürgern und auch politisch umstritten. Kritik wurde vor allem an den Kosten – etwa 735  000 Euro – geäußert. Dafür hätte die Stadt zwei leerstehende Immobilien kaufen können, in denen mehr Asylbewerber untergebracht werden könnten, hieß es. In der Unterkunft an der Feldstraße sollten bis zu 20 Personen wohnen. Derzeit sehe es so aus, als würden die Wohnungen überwiegend mit Familien belegt werden, „weil die uns im Moment vor allem zugewiesen werden“, sagte Dieckmann. Sollte das Gebäude nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werden, „haben wir günstige Wohnungen für den normalen Wohnungsmarkt, die wir ja auch dringend brauchen“.

Die Baukosten würden „auf jeden Fall im geplanten Rahmen bleiben, wahrscheinlich sogar darunter liegen“, sagte Dieckmann. Die Arbeiten würden voraussichtlich vor dem Sommer starten. Im November könnte das Haus bezugsfertig sein.

Auf die Fragen, die die FWB bezüglich der Unterbringung im „Seegarten“ gestellt hatte (wir berichteten), erklärte Dieckmann, die Stadt habe die zwölf Zimmer „en bloc“ gemietet. „Für normale Miete und keine Hotelpreise mit Frühstück.“ Es sei eine kleine Gemeinschaftsküche eingebaut worden, und die Bewohner würden ihre Zimmer selbst reinigen. „Das machen wir in den anderen Unterkünften auch so. Die Ehrenamtler kümmern sich darum, dass das klappt, und das tut es in der Regel auch sehr gut.“

Insgesamt habe die Stadt im gesamten Stadtgebiet zurzeit 28 Zimmer und zwei Wohnungen für Flüchtlinge angemietet, die nicht belegt seien, sagte Dieckmann. Die Zuweisungen wichen zum Teil erheblich von den Prognosen ab. „Im Januar hatten wir 38 erwartet, und es kamen zehn. Letzte Woche sollten es zwei sein, und es kamen sieben. Es ist ziemlich chaotisch.“ Bis zur Jahresmitte rechne die Verwaltung mit 60 neuen Flüchtlingen. „Vorsichtig geschätzt.“

Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) berichtete, die Stadt habe einen VW Bus angeschafft, um Material für die Unterkünfte transportieren und die Flüchtlinge zu Behörden oder ihren Wohnungen fahren zu können. Das Fahrzeug sei geleast und koste monatlich rund 330 Euro.

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