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Barmstedt : Fehlbeträge beim Seniorenheim werden geringer

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Seniorenheim Barmstedt/Rantzau verzeichnet in 2014 ein Minus von 340.000 Euro. Abschluss mit Verdi ist noch nicht unterschrieben.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Die Fehlbeträge beim Seniorenheim Barmstedt/Rantzau werden geringer. Für das Wirtschaftsjahr 2014 liegt das Minus noch bei 340.227,96 Euro. Das teilten Verbandsvorsteherin Heike Döpke und Wirtschaftsprüfer Felix Höchstödter während der Sitzung der Zweckverbandsmitglieder am Dienstagabend im Seniorenheim an der Marktstraße mit. Wie in den vergangenen Jahren, soll der Verlust durch die acht Mitgliedskommunen im Zweckverband ausgeglichen werden. Dafür sprachen sich Zweckverbandsmitglieder mehrheitlich bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung aus.

Das Fazit des Wirtschaftsprüfers zum Jahr 2014: Man verzeichne steigende Erträge und ein besseres Ergebnis. „Nichtsdestotrotz ist es wieder ein Fehlbetrag“, sagte Höchstödter. 2012 verbuchte die Einrichtung ein Defizit von 900.000 Euro, 2013 waren es etwa 550.000 Euro. Der Fehlbetrag von 340.000 Euro in 2014 sei durch die Mitgliedskommunen im Januar 2016 auszugleichen, so Döpke.

Die Beträge, die die einzelnen Gemeinden und die Stadt Barmstedt zahlen müssen, würden sich dabei nach den Einwohnerzahlen des Vorjahres richten. Den größten Teil der Summe – schätzungsweise zwei Drittel – müsse Barmstedt schultern. „Es ist für alle gleich schmerzhaft“, sagte Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass. Langelns Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf bekräftigte, dass der Fehlbetrag aus seiner Sicht immer noch zu hoch sei. Bei zwei Gegenstimmen wurden der Verbandsvorstand und die Geschäftsführung anschließend entlastet.

Bei drei Tagesordnungspunkten bestand laut der Verbandsvorsteherin der Wunsch, sie in den nicht-öffentlichen Teil zu verlegen – darunter der Sachstand der Verhandlungen mit Verdi. Dafür sprachen sich auch alle Verbandsmitglieder aus. Noch gebe es keinen unterschriebenen Abschluss mit der Gewerkschaft, teilte Döpke zu Beginn im öffentlichen Teil der Sitzung mit. Zwischen den Verhandlungspartnern sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Bei den Verhandlungen mit Verdi geht es um einen Tarifvertrag, mit dem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Heimes gesichert werden soll, und andererseits alle Beteiligten Planungssicherheit für die nächsten Jahre erhalten.

Mehreinnahmen durch höhere Pflegesätze

Auch mit weiteren Maßnahmen versuchen Zweckverband und Geschäftsführung, wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Geschäftsführer Christoph Merker berichtete während der Sitzung von den Pflegesatzverhandlungen im ersten Quartal dieses Jahres, die mit einem Abschluss „in unserem Sinne“ recht positiv verlaufen seien. „Für die Bewohner ist allerdings der Eigenanteil gestiegen. Das sind immer die zwei Seiten der Medaille“, so der Geschäftsführer. Aber: Die Anhebung, die seit Mai gilt, würde bei einer 98-prozentigen Belegung im Jahr 2015 Mehreinnahmen von 83  500 Euro ausmachen. Bei den Umschuldungen sei es gelungen, einen Kredit zu kündigen und zu günstigeren Konditionen wieder aufzunehmen, so Döpke. Die Differenz liege bei 15.000 Euro.

Bei der MDK-Prüfung Anfang März habe das Seniorenheim mit einer Endnote von 1,1 abgeschnitten, berichtete Merker zum Ende der Sitzung. „Und auch die Bewohner haben uns wieder ein sehr gutes Ergebnis attestiert“, sagte er.

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