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„Wir werden den Druck aufbauen“ : FDP-Landtagsmitglied will sich ein für Areal im Norden von Barmstedt einsetzen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Neues Gewerbegebiet an der K18: FDP-Landtagsmitglied will sich im Wirtschaftsausschuss für Areal im Norden Barmstedts einsetzen.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Um das von Stadt und Verwaltung gewünschte Gewerbegebiet an der Kreisstraße 18 (K18) in Barmstedt Realität werden zu lassen, soll jetzt der politische Druck auf die Landesplanung erhöht werden. Am Montag traf sich Christopher Vogt, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, mit Vertretern aus der Barmstedter Verwaltung und Politik, um über das Thema zu diskutieren. „Ich werde dazu im Wirtschaftsausschuss des Landtags eine kleine Anfrage stellen und bitten, dass man flexibel reagiert“, sagte er. In diesem Rahmen solle sich der Ausschuss auch exemplarisch damit beschäftigen, wie man mit Gewerbeansiedlungen im Hamburger Raum umgehe.

Die Barmstedter Politik und Verwaltung würden schon lange für das Gewerbegebiet kämpfen, so Ralph Bockisch, Vorsitzender der FDP Barmstedt. Unterstützung gebe es jetzt durch Vogt. Der 31 Jahre alte FDP-Politiker, der auch Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag ist, betonte im Gespräch, sich für den Wunsch eines Gewerbegebiets im Norden der Stadt einzusetzen. „Es gibt dort eine gute Anbindung an die A23 und mit den umliegenden Gemeinden ist das Vorhaben abgesprochen“, sagte er. „Ich finde es wichtig, dass die Kommune die Möglichkeit hat, ihr Wachstumspotenzial auszuschöpfen.“

Bislang wird das gewünschte Gewerbegebiet von der Landesplanung unter anderem mit dem Argument der Zersiedelung abgelehnt. Bei der Raumplanung könne man aber im Kreis Pinneberg nicht denselben Maßstab anlegen wie im eher strukturschwachen Nordfriesland, so Vogt. Eine Kannibalisierung sieht er daher nicht: „Die Landesplanung spricht davon, es ist aber Wettbewerb und Entwicklung.“ Und weiter: „Wir wollen kein Gewerbe aus Nachbargemeinden abziehen.“ Vielmehr gelte es, die dynamische Situation um Hamburg zu nutzen.

Erster Stadtrat Ernst-Reimer Saß betonte, dass Barmstedt in die Zukunft sehen müsse. „Wenn wir direkt angrenzend an die Wohnbebauung ein Gewerbegebiet ausweisen, haben wir die Probleme, die wir jetzt mit der Meierei haben, sofort wieder“, meinte er. Laut Stadtsprecher Wolfgang Heins braucht Barmstedt Hilfe zur Selbsthilfe: „Wir haben Firmen in Barmstedt, die sich erweitern wollen. Da können wir nichts anbieten.“ Anfragen gebe es auch von außerhalb, „aber da können wir uns nicht einmal melden“, so Heins. Denkbar sei ein Gewerbegebiet mit einer Größe von etwa 20 Hektar. „Das ist für Barmstedt vertretbar.“

Auch der finanzielle Aspekt war Thema des Gesprächs: Kommunen hätten gewisse fixe Ausgaben, so Vogt weiter. „Man kann die Einnahmen kaum verbessern, wenn man bei der Gewerbesteuer nicht mehr einnimmt“, sagte der FDP-Landespolitiker. Ein neues Gewerbegebiet an der K  18 würde zudem Arbeitsplätze schaffen und damit auch den Pendlerverkehr bremsen, ergänzte Heins.

Auch aus umweltschutztechnischer Sicht sei das Gewerbegebiet unproblematisch, weil das Areal für Unternehmen gedacht sei, die lediglich Hallen, Parkplätze und Bürogebäude bräuchten. Man werde den entsprechenden Druck aufbauen, so Vogt zum Abschluss des Gesprächs.

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