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Ellerhoop : Familienbetrieb mit langer Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Heike und Hans-Werner Löper arbeiten seit etwa 30 Jahren gemeinsam im Gasthof „Zur Linde“ in Ellerhoop. Beide lernten sich während der Ausbildung kennen.

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Ohne ihn wäre das Dorf nicht denkbar: Der Gasthof „Zur Linde“ ist eine Institution in Ellerhoop. Tagesausflügler nehmen weite Wege für das Essen in Kauf. Kommunalpolitiker treffen sich in den Räumen zu ihren Versammlungen und eine Vielzahl Ellerhooper Vereine hat in der „Linde“ ihr Stammlokal gefunden. Hinter dem Gasthof steht seit mehr als 100 Jahren dieselbe Familie. Heute führen Heike (51) und Hans-Werner Löper (52) den Familienbetrieb. „Für uns ist es nicht nur Arbeit“, sagt Heike Löper über ihren Gasthof. „Das ist alles über eine lange Zeit hinweg gewachsen.“

Die 51-Jährige ist Ellerhooperin mit Leib und Seele. „Ich bin mein Leben lang in Ellerhoop gewesen“, sagt sie. „Ich bin hier zur Schule und zum Sport gegangen.“ Dreikampf, Sechskampf oder Turnen – das seien ihre Sportarten gewesen. Auch an Wettkämpfen habe sie teilgenommen. Im Alter von 16 Jahren begann Löper eine Ausbildung zur Hotel- und Gaststättengehilfin im Hotel Royal in Elmshorn. „Es war zu damaliger Zeit mit das erste Haus am Platz“, erinnert sie sich. Während der Arbeit lernte sie Hans-Werner kennen – ihren späteren Ehemann. „Er machte eine Ausbildung zum Koch“, so Heike Löper.

1984 heiratete das Paar, seit 1986 arbeiten sie gemeinsam in der „Linde“, die sie nach und nach von Heike Löpers Eltern, Alfred und Erika Kühne, übernommen haben. „Ziel war es immer, dieses Haus am Leben zu erhalten“, sagt sie. „In welcher Form auch immer. Es ist schön, wenn hier Leben im Gasthof ist. Und mein Mann freut sich, wenn es den Besuchern geschmeckt hat.“

Hans-Werner Löper ist der Chefkoch der „Linde“. Seine Frau kümmert sich als Wirtin um das Wohlbefinden der Gäste. Zwar müsse man arbeiten, wenn andere Leute frei hätten, sagt Heike Löper über ihre Arbeit. „Aber wir beide mögen unseren Beruf unheimlich gern. Man kennt viele Gäste, der Job ist abwechslungsreich, und es wird nie langweilig“, sagt sie. Auch in der Welt des Kochens drehe sich das Karussell immer weiter. „Es ist schön, die verschiedenen Lebensmittel zu verarbeiten“, so Heike Löper.

Ihr Mann ist gebürtiger Elmshorner und hat wie seine Frau unter anderem im Hotel Royal in Elmshorn sowie im Cap Polonio in Pinneberg gearbeitet. Eine seiner weiteren Stationen war das Hotel Plaza in Hamburg. Außerdem habe ihr Mann sich schon immer stark für das Kochen interessiert. „Schon als Kind hat er für seinen Papa gern Schokoladenpudding gekocht“, sagt Heike Löper und lacht. Fokussiert habe er sich auf die gutbürgerliche deutsche Küche. Die passende Speisekarte schreibt die Chefin selbst – in ihrer schönsten Handschrift.

Für Heike Löper ist die „Linde“ ein „kleines Kommunikationszentrum. Heute ist es aber eine Spur weniger wie früher“, meint sie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als ihr Urgroßvater Wilhelm von Pein den Gasthof übernommen hatte, habe es noch eine Poststelle im Haus gegeben. Damals war die „Linde“ eine Art Rasthof. Kutscher verbrachten dort unter anderem ihre Pausen. Aber auch heute noch ist die „Linde“ ein wichtiger Ort der Begegnung: Hier tagen unter anderem die Ellerhooper Ausschüsse und die Gemeindevertretung. „Dorfleben findet hier statt“, sagt Heike Löper.

Errichtet wurde der Hof laut Löper bereits im Jahr 1605. „Es ist ein Haus voller Geschichte“, sagt sie. Das Gebäude sei häufiger erweitert worden und 1903 in den Besitz ihrer Familie übergegangen. Derzeit wohnen drei Generationen unter einem Dach. Neben Heike Löpers Eltern, die ebenfalls noch mit im Betrieb arbeiten, gehören auch ihre Kinder Kai    (27) und Svenja (29) zur Familie.

Montags und dienstags sind in der „Linde“ Ruhetage – und die Löpers haben Zeit für sich oder um treffen Freunden und kümmern sich dann um die Familie. „Wir fahren auch gern raus, an die Nord- und Ostsee oder die Elbe“, erzählt sie. „Aber auch bei uns in Ellerhoop ist es sehr schön.“ Zu ihren Lieblingsorten zählen unter anderem das Ellerhooper Gehege, der Borsteler Wohld und das Arboretum.

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