Mühlenstraße in Barmstedt : Fahren die Radler bald auf der Straße?

Während Anette Bremer-Wilms (SPD) Bedenken äußerte, Radler auf die Fahrbahn zu schicken, zeigten Grüne und CDU sich dafür offen
Während Anette Bremer-Wilms (SPD) Bedenken äußerte, Radler auf die Fahrbahn zu schicken, zeigten Grüne und CDU sich dafür offen.

Kreis stellt drei Varianten für die Sanierung der Geh- und Radwege vor. Eine Möglichkeit: Radschutzstreifen. Politik will Bürger fragen.

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25. Juni 2015, 16:15 Uhr

Barmstedt | Werden Radler auf der Barmstedter Mühlenstraße künftig auf der Fahrbahn fahren? Diese Idee hat Angela Biermann (Straßenverkehrsbehörde des Kreises) am Dienstag im Bauausschuss vorgestellt. Notwendig wurde die Überlegung, weil 2016 nicht nur die Mühlen- und die Lutzhorner Landstraße, sondern auch die maroden Geh- und Radwege saniert werden sollen.

Biermann stellte dafür drei Varianten vor: die umfassende Sanierung der Geh- und Radwege, die Einrichtung von zwei Radschutzstreifen auf der – dann von 6,50 auf 7,50 Meter verbreiterten – Fahrbahn sowie die Einrichtung nur eines Radschutzstreifens in Richtung Innenstadt. Nachteil der ersten Variante: „Dafür müssten die alten Bäume weg. Das wäre auch wegen der Ersatzpflanzungen ein ganz großes Problem“, sagte Biermann.

Auch die zweite Variante – zwei Radschutzstreifen – sei nicht optimal: Dadurch wäre das Parken am Fahrbahnrand nicht mehr möglich, so Biermann. „Außerdem würde die Mühlenstraße aussehen wie eine Einflugschneise in Fuhlsbüttel.“ Lösen ließe sich das durch Einengungen der Fahrbahn neben dem Schutzstreifen, „wodurch auch die Autos ausgebremst werden“. Bei der dritten Variante – ein Radschutzstreifen in Richtung Stadt – könne noch auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite geparkt werden, so Biermann. Dieser Vorschlag sei aber noch nicht von einem Ingenieurbüro geprüft worden.

Die Politiker waren sich uneins. Während Anette Bremer-Wilms (SPD) Bedenken äußerte, Radler auf die Fahrbahn zu schicken – „Man braucht viel Gewöhnung, um sich von einem Milchlaster überholen zu lassen“–, zeigten Grüne und CDU sich dafür offen. „Radverkehr wird zunehmend auf die Fahrbahn verlagert. Darüber sollten wir diskutieren, auch mit den Bürgern“, sagte Ortwin Schmidt (CDU). Es solle dazu einen Info-Abend geben, waren sich die Politiker einig.

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