Kommunalpolitiker sagen Tschüss : Ex-Stadtvertreter in Barmstedt verabschiedet

Bürgervorsteher Uwe Runge (links) und Bürgermeister Heike Döpke ehrten die ausgeschiedenen Stadtvertreter Michael Schönfelder (FWB, Zeiter von links) und Norbert Bollweg (CDU, Mitte) sowie Christian Kahns (FWB), der als Bürgervorsteher ausschied.
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Bürgervorsteher Uwe Runge (links) und Bürgermeister Heike Döpke ehrten die ausgeschiedenen Stadtvertreter Michael Schönfelder (FWB, Zeiter von links) und Norbert Bollweg (CDU, Mitte) sowie Christian Kahns (FWB), der als Bürgervorsteher ausschied.

Vier Kommunalpolitiker sind in dieser Legislaturperiode nicht mehr dabei / Michael Schönfelder (FWB) bringt es auf 43 Jahre

shz.de von
03. Juli 2018, 13:00 Uhr

Barmstedt | Während eines feierlichen Abends im Humburg-Haus sind vor kurzem die ausgeschiedenen Barmstedter Stadtvertreter Norbert Bollweg (CDU), Michael Schönfelder (FWB), Christian Schönfelder (FWB) und Mareyke Herrmann (BALL) geehrt worden. Gewürdigt wurden auch die Verdienste von Christian Kahns (FWB) als Bürgervorsteher. Sein Nachfolger Uwe Runge (CDU) fand herzliche und lobende Worte für alle.

Als „lebende Legende“ bezeichnete er Michael Schönfelder, seit 1970 Mitglied der FWB, von 1987 bis 2018 Mitglied im Vorstand „seiner“ Partei. Der Stadtvertretung gehörte er von 1975 bis 2018 an. Des weiteren war er viele Jahre lang FWB-Vorsitzender, Vize-Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher.

„Seit 1954 ist er auch aktiver Handballer im BMTV“, vergaß Runge nicht zu erwähnen. Zudem habe Schönfelder sich auch für die Städtepartnerschaften engagiert. Für seine Verdienste erhielt er das Verdienstkreuz am Bande, die Ehrennadel des Hamburger Handballbundes und ist Ehrenmitglied des BMTV.

Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) ließ es sich nicht nehmen, Schönfelder persönlich anzusprechen. „Ich habe viel von Ihnen gelernt, Sie haben mir Barmstedt gezeigt“, sagte sie. Der so Gelobte bedankte sich für die Veranstaltung und unterstrich in seinem Statement, dass Politik vom Kompromiss lebe – nach dem Motto: „Lieber einmal mit dem Kopf gegeneinander stoßen und dann zusammen ein Bier trinken!“ Er sei vom Sport in die Politik gekommen, erklärte er. Es habe ihm immer Spaß bereitet, aber nun werde er das politische Geschehen aus dem Hintergrund betrachten. Ein besonderes Anliegen seien ihm stets Schule und Sport gewesen. So seien während seiner politisch aktiven Zeit, in der er auch Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport war, sämtliche Sport- und Schulanlagen saniert worden.

Bollweg gehörte der Stadtvertretung von 2008 bis 2018 an. Zudem war er Mitglied im Ausschuss für Jugend und Soziales, im Haupt- und im Bauausschuss, wirkte im Kuratorium der „Rasselbande“ mit und war Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbands des Seniorenheims. Auch er ergriff das Wort und bedankte sich bei allen Stadtvertretern für die „tolle Arbeit“.


„Man kann die Bürger durchaus erreichen“

Mareyke Herrmann – die bei der Ehrung nicht anwesend war – war von 1993 bis 2018 Stadtvertreterin. Sie wirkte zudem in mehreren Ausschüssen mit und nahm das Amt der Zweiten stellvertretenden Bürgervorsteherin wahr. Eine Legislaturperiode gehörte Christian Schönfelder – der ebenfalls fehlte – der Stadtvertretung an. Er brachte sich im Hauptausschuss sowie einigen anderen Ausschüssen ein.

„Mit Herzblut“, wie er selbst betonte, übte Kahns acht Jahre lang das Amt des Bürgervorstehers aus. Dabei hätten für ihn immer die Fragen im Hintergrund gestanden: „Was wollen die Bürger?“ und: „Können wir sie mit unseren Themen erreichen?“ Er habe erfahren, dass man die große Mehrheit durchaus erreichen könne, bilanzierte er zufrieden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends gab es Gelegenheit zum Austausch. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo „Petra und Holger“.

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